WM-Ticket knapp verpasst

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Viel Mühe haben sich Mathias Fromberger (links) und Markus Senftl gegeben, ein originelles Bildmotiv für einen Online-Fotowettbewerb einzureichen. Freunde, Bekannte und Familie haben sie mobilisiert, für ihr Foto zu stimmen. Doch am Ende hat es für die Reise nach Südafrika nicht ganz gereicht: Die beiden erhielten für ihr Bild rund 700 Stimmen zu wenig.

Ampfing - Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Mathias Fromberger und Markus Senftl haben bei einem Online-Fotowettbewerb zur Fußball-Weltmeisterschaft nur den zweiten Platz belegt.

Die Enttäuschung über die verpasste Reise nach Südafrika ist groß. Bis zum Montag haben sie alle Kräfte mobilisiert, um am Schluss den ersten Platz wieder zurückzuerobern: Freunde an die Stimmabgabe erinnert, Bekannte angeschrieben und täglich am Computer selbst für das eigene Bild gestimmt. Doch alle Mühen reichten am Schluss nicht aus. 4363 Internetnutzer hatten für die beiden gestimmt, auf das Siegerfoto klickten 5079. Rund 700 Stimmen trennen die beiden von der Reise nach Südafrika und den Tickets für das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Johannesburg.

Das gesteckte Ziel nicht erreicht

"Natürlich ist man immer enttäuscht, wenn man seine gesteckten Ziele nicht erreicht. Besonders dann, wenn die erbrachten Mühen - wie in unserem Fall - sehr groß waren", sagt Mathias Fromberger. Die beiden hatten sich einen Jeep ausgeliehen und diesen unter anderem mit Trommeln, Masken, Fußballschuhen, Fahnen und einem Geweih dekoriert. Die gute Idee wurde von den Internetnutzern am Ende nur mit dem zweiten Platz belohnt.

Dass es nicht einfach werden würde, das war den beiden von Anfang an bewusst. Erfahrungsgemäß ist das Interesse an solchen Wettbewerben groß, außerdem besteht die Möglichkeit, dass Teilnehmer die Stimmabgabe manipulieren. Während des Wettbewerbs wurden zum Beispiel zwei Teams disqualifiziert, anderen Bewerbern wurden Stimmen abgezogen. Vor der offiziellen Bekanntgabe des Gewinners hat der Veranstalter die Stimmabgaben zwar überprüft, doch: "Die 100-prozentige Transparenz bei solchen Wettbewerben fehlt naturgemäß", sagen Markus Senftl und Mathias Fromberger.

So groß die Enttäuschung über die verpassten WM-Tickets im Moment auch ist, der Aufwand für die Aktion hat sich für die beiden dennoch gelohnt: "Es hat uns viel Spaß gemacht, gemeinsam das Ziel zu verfolgen und alles zu geben. Es war zudem ein tolles Gefühl, von derart vielen Menschen Hilfe und Unterstützung erfahren zu haben", sagt Mathias Fromberger.

hi/Mühldorfer Anzeiger

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