UV-Anlage kostet 80.000 Euro

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Töging - Die Kosten der UV-Anlage zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung belaufen sich auf etwa 80.000 Euro. Zudem will die Stadt per Studie ermitteln lassen, wie die Wasserversorgung langfristig sicher gestellt werden kann.

Das sind Ergebnisse aus der Oktober-Sitzung des Bauausschusses. Die UV-Anlage im Wasserwerk ist seit dem 14. August in Betrieb und schützt nach den in diesem Jahr festgestellten Verunreinigungen vor Bakterien.

Eine Studie soll weitere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserversorgung klären. Ein Problem stellt das Trinkwasser-Schutzgebiet dar.

Die Brunnen fördern an verschiedenen Stellen Grundwasser sowohl aus den Erdzeitaltern Quartär als auch Tertiär. Laut Bauverwaltung sind beide Wässer unterschiedlich und können sich vermischen. Dabei bestehe ein Gefährdungspotential, das in der Vergangenheit zu erhöhten Nitratwerten geführt habe. Darin kann laut Bauverwaltung auch eine Ursache für die in diesem Jahr aufgetretene Belastung durch Bakterien liegen.

Untersucht werden unter Berücksichtigung der Kosten sollen alle Möglichkeiten zur Trinkwasserversorgung, vom Tiefbrunnen bis zur Erschließung weiterer Grundwasservorkommen außerhalb des jetzt bestehenden Schutzgebietes.

Punkt zwei der Studie soll die Prüfung weiterer technischer Maßnahmen zur Optimierung der Trinkwasser-Sicherheit behandeln. Dazu zählen beispielsweise eine Kooperation mit Wasserversorgungen in Mühldorf oder die Erweiterung des bestehenden Tiefbehälters.

Die Verwaltung hat das Ergebnis einer Anfrage von Johann Utz zur Verbreitung von Trihalogen-Methanen während der Chlorung des Trinkwassers bekannt gegeben. Demnach war der Stoff bei einer Messung im April im Tiefbehälter nicht nachweisbar. Dadurch habe sich eine Überprüfung im Versorgungsnetz erübrigt.

Nach Angaben der Verwaltung entstehen solche Ausgasungen vor allem in Frei- und Hallenbädern. Bei einer geringen Chlormenge wie im Trinkwasser sei dies "kaum" der Fall. Die Verwaltung verweist dabei auch auf eine entsprechende Stellungnahme des Gesundheitsamtes Altötting.

rob/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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