Umleitungen sind bald Vergangenheit

Ampfing - Die schlimmste Zeit der Umleitungen ist vorbei - dies verkündete Ampfings Bürgermeister Ottmar Wimmer bei der Bürgerversammlung.

Gleich zu Beginn der Bürgerversammlung ging Bürgermeister Ottmar Wimmer auf die Investitionen zum Klimaschutz ein. Die Gemeinde Ampfing habe bereits 2009 den Einstieg in die Stromerzeugung vollzogen, Mitte 2011 habe das Investitionsvolumen dafür bereits rund drei Millionen Euro ausgemacht.

Die jährlich erzeugte Energie betrage rund 1,4 Millionen Kilowattstunden, "das entspricht dem Strombedarf von zirka 320 Vier-Personen-Haushalten." Die Gemeinde Ampfing könne damit für sich beanspruchen, soviel Strom aus erneuerbarer Energie zu erzeugen wie sie in ihren Einrichtungen selbst verbraucht.

Grünes Licht so Bürgermeister Wimmer, wurde für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung an den wichtigsten Hauptverkehrsstraßen sowie für die Innenbeleuchtung der Grundschule und des Rathauses aus dem Programm der nationalen Klimaschutzinitiative gegeben. Einen Zuschuss von 79792 Euro erhält die Gemeinde dafür vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Der nächste Schritt der Ortskernsanierung sei die Neugestaltung der Schweppermannstraße. Die Regierung von Oberbayern habe als Zuschussgeber einen Ausbau in drei Bauabschnitten vorgegeben. Für den ersten Bauabschnitt (Hauptstraße Ost bis Hofgasse) hat die Gemeinde den Förderbescheid bereits erhalten. Er kostet rund 426000 Euro (zuwendungsfähige Kosten von 270000 Euro).

Von den 33 registrierten gemeindlichen Brücken standen 22 Brücken zur Überprüfung an. Diese habe erhebliche Schäden an der Brücke bei Oberneuling, an der Fuß- und Radwegbrücke bei Hinmühl sowie an der Howaschenbrücke am Jahnweg zu Tage gefördert. Doch alle Brücken seien mittlerweile erneuert worden. Rund 277000 Euro hat die gemeinde investiert. Lediglich die Brücke in Peitzabruck und die Wegverbindung über den Feldlohkanal nach Hagenau werden noch erneuert.

Die Gemeinde hat die Dreifach-Turnhalle für rund 2,9 Millionen Euro saniert und damit nach Aussagen von Wimmer wichtige Impulse für die regionale Bauwirtschaft gegeben. Außerdem wurden die Außenanlagen im Mittelschulbereich zwischen Turnhalle und Dreifach-Turnhalle neu gestaltet (rund 190000 Euro).

Da für den Landkreis Mühldorf Handlungsbedarf bezüglich der Realschule Waldkraiburg besteht, werden seitens des Landkreises Möglichkeiten der Erweiterung oder eines Schulhausneubaus an einem anderen Standort geprüft. Die Gemeinde Ampfing habe sich als Realschul-Standort beworben, sagte Wimmer.

Im Zuge des Weiterbaus der A94 wird für die Gemeindeverbindungsstraße Forstgasse-Holzgasse ein Brückenbauwerk über die Autobahn hergestellt. Aktueller Sachstand sei, dass der Bau mit einer Fahrbahnbreite von sieben Metern auch zwei Meter Geh- und Radweg miteinbeziehe. Der gemeindliche Anteil für die Mehrbreite bezifferte Wimmer auf rund 113000 Euro plus rund 42000 Euro Ablöse für den Unterhalt.

Im Zusammenhang mit der A94 stehe auch der Ausbau der Staatsstraße 2091 im Abschnitt Waldkraiburg-Ampfing an.

Die Gemeinde Ampfing hat im Verfahren eine Reihe von Forderungen zur Verbesserung beziehungsweise Optimierung der Verkehrssicherheit erhoben. Insbesondere wurde seitens der Gemeinde eine sichere Überquerungshilfe für die Schulkinder (auch für die Radfahrer) an der Bushaltestelle Reit gefordert, betonte Wimmer.

Inzwischen habe man sich auf eine Ampellösung geeinigt. Eine bloße Querinsel - wie in die Planung ursprünglich vorgesehen - sei vom Tisch. Die Sperrung der Staatsstraße 2091 werde auf Höhe B12/A94 noch bis voraussichtlich Herbst 2012 dauern. "Dann ist die schlimmste Zeit der Umleitungen für Ampfing vorbei."

stn/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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