Über 16 Millionen Euro offene Forderungen

Mühldorf - 25 Firmen mussten 2009 im Kreis Mühldorf Insolvenz anmelden. Sie gehörten damit zu insgesamt 3943 Firmen, die bayernweit nicht mehr weiter konnten.

Damit ist in Bayern die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 16,1 Prozent gestiegen. Im Kreis Mühldorf ging die Zahl der Insolvenzen dagegen um 7,4 Prozent zurück.

Es gibt keine Kreditklemme, versichern die Banken, sie hätten genug Geld. Da kommt es freilich auf die Formulierung an. Die Frage ist nicht, ob die Banken Geld haben. Die Frage ist, ob sie es auch weitergeben. Und da gehen die Banker derzeit eher auf Nummer sicher. Deshalb hat die Bundesregierung jetzt Hans-Joachim Metternich berufen.

Metternich ist Kreditmediator, er soll also mittelständischen Betrieben und Selbstständigen zu Krediten verhelfen und bei Streitereien zwischen Banken und Firmen schlichten. Auf dass die nicht dort landen, wo andere schon sind, in der Insolvenz. Denn derzeit wächst der Druck auf die anderen: Denn wenn einer fällt, kann er leicht andere mitziehen. Was sich mit Zahlen belegen lässt: Die Zahl der offenen Forderungen beispielsweise hat sich gegenüber 2008 verdreifacht, 4,8 Milliarden Euro waren es bayernweit 2009. Die insolventen Unternehmen im Kreis Mühldorf waren dabei mit 16,01 Millionen Euro dabei. Das ist das 4,1-fache dessen, was mit 3,86 Millionen Euro im Jahr zuvor im Kreis Mühldorf an Forderungen auflief.

Doch die 25 Firmen, die 2009 im Kreis Mühldorf Insolvenz anmelden mussten (2008: 27) hinterließen nicht nur unbezahlte Rechnungen. Die wirtschaftliche Entwicklung kostete auch Arbeitsplätze: 91 betroffene Arbeitnehmer listet die Insolvenzstatistik des Bayrischen Landesamtes für Statistik auf (Vorjahr: acht).

zd/Mühldorfer Anzeiger

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