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Erste Bürger haben auch schon vierte Impfung erhalten

Über fünf Prozent Corona-Infizierte im Ort: „Hotspots“ im Kreis Mühldorf mit neuen Rekorden

So viele Menschen wie nie im Landkreis Mühldorf sind momentan mit dem Coronavirus infiziert: In der Spitze sind es in den einzelnen Gemeinden teils schon über fünf Prozent - ein Wert, den bisher bei weitem noch nie eine Kommune erreichte.

Landkreis Mühldorf - Bei der Zahl der „aktiven“ Corona-Fälle geht es im Landkreis Mühldorf weiterhin steil bergauf: 3441 Menschen waren am Freitag (11. Februar) mit dem Virus infiziert - gut 800 mehr als noch vor einer Woche. Für den ganzen Landkreis bedeutet das: 2,95 Prozent aller Einwohner sind derzeit vom Virus betroffen, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Und: Der „Spitzenreiter“ aller Kommunen im Landkreis kommt diese Woche sogar schon auf eine Infiziertenquote weit über fünf Prozent. Bisher blieben die Hotspots sogar von der Vier-Prozent-Marke immer noch ein gutes Stück entfernt.

Niederbergkirchen ist es, das mit 5,23 Prozent an Corona-infizierter Bevölkerung diese Woche stark heraussticht. 64 „aktive“ Fälle reichen in der kleinen Gemeinde, um auf einen solch hohen Wert zu kommen. Auffällig hoch auch die Zahlen in Obertaufkirchen, wo die 120 Infizierten 4,6 Prozent der Einwohner ausmachen. Es folgt Niedertaufkirchen mit 57 Fällen und einer Infiziertenquote von 3,93 Prozent.

Zahl der aktiv Corona-Infizierten in den Kommunen des Landkreises Mühldorf, Stand 11. Februar.

Bei den absoluten Zahlen führt Waldkraiburg mit 729 Corona-Infizierten vor Mühldorf (596), Ampfing (230), Neumarkt-St. Veit (193) und Haag (165). Am wenigsten Corona-Positive hat derzeit Jettenbach (18). Sinkende Zahlen gibt es nur in Schönberg und Taufkirchen, sonst weisen alle Kommunen im Landkreis Mühldorf mehr Corona-Infizierte als noch in der Vorwoche auf. Aber das exponentielle Wachstum scheint schon seit Ende Januar gebremst: Eine Verdoppelung der „aktiven“ Fälle vermeldet diese Woche nur Lohkirchen, auf jetzt 28.

„Aktive“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Mühldorf im Laufe der vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Elf Bürger im Landkreis haben bereits vierte Corona-Impfung

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 266 Todesfälle im Landkreis zu beklagen, drei mehr als in der Vorwoche. 26 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Mühldorf müssen derzeit in den heimischen Krankenhäusern behandelt werden, davon zwei auf der Intensivstation. Momentan betrifft es vor allem jüngere Jahrgangsgruppen: 56 Prozent der Neuinfizierten sind unter 35 Jahre alt. 73 Prozent der Bürger im Landkreis sind zweitgeimpft, 53,6 Prozent auch „geboostert“ - und: wie das Landratsamt vermeldet, haben elf Bürger auch schon eine zweite Auffrischungsimpfung, also die insgesamt vierte Spritze, bekommen.

xe

Rubriklistenbild: © Matthias Balk

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