Ein turbulentes Jahr für ODU

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"Größere Investitionen": Kurt Woelfl.

Mühldorf – Als turbulent hat Dr. Kurt Woelfl das abgelaufene Jahr für ODU bezeichnet. Nach dem Krisenjahr 2009 brachte 2010, nach Angaben des Geschäftsführers, einen neuen Umsatzrekord.

Der neue Power-Stecker, der in Windkraftanlagen zum Einsatz kommt.

Rund 90 Millionen Euro Umsatz hat der Hersteller von Steckverbindungen im vergangenen Jahr gemacht, das ist über ein Drittel mehr als im Vorjahr. "Von einer Krise ist nichts mehr zu spüren", sagt Woelfl, "die Auftragsbücher sind prall gefüllt und die Fertigungskapazitäten voll ausgelastet." Mit 90 Millionen erreicht ODU einen neuen Umsatzrekord.

Der Aufschwung zeigte sich für ODU bereits kurz nach dem Jahreswechsel 2010. Bis März sei das Geschäft verhalten gewesen, seit März seien Umsatz und Auftrageingang stetig gestiegen. Das gilt auch für das Personal, ODU hat nach Angaben Woelfls 30 neue Arbeitsplätze geschaffen, mit Zeitarbeiter sind 740 Mitarbeiter beschäftigt. Auch die Tochtergesellschaften in den USA und China sind gewachsen.

Neben dem allgemeinen Aufschwung und der guten Stimmung in der Steckerbranche macht Woelfl vor allem die Neuentwicklung von Steckern und die Erschließung neuer Märkte verantwortlich. "Dies ist uns bestens gelungen. Die neuen Produkte wurden sehr gut angenommen und erste Aufträge sind bereits im Haus."

Dachfarbe rot, nur die nach Süden und Westen ausgerichteten Bereiche glänzen silbrig-schwarz. Die Fotovoltaikanlage gehört nach Angaben von ODU zu den größten in Mühldorf.

So sei ODU verstärkt im Bereich erneuerbarer Energien tätig. Stecker von ODU kämen bei der Energiegewinnung durch Wind, genauso zum Einsatz wie in der Solartechnik als Hochleistungsschnittstellen bei Wechselrichtern. "Dieses Marktsegment wird unserer Meinung nach in den nächsten Jahren noch stark wachsen. Hier sind die Entwicklungen erst im Anfangsstadium. ODU wird hier bei verschiedenen Projekten mit dabei sein."

ODU hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben eine der größten Fotovoltaikanlagen in Mühldorf mit einer Leistung 560,17 Kilowatt pik installiert und arbeitet an einer Geothermie-Anlage, die als Klimaanlage für eine angenehmere Arbeitstemperatur in den Fertigungsbereichen sorgen soll.

Heuer stehen laut Woelfl größere Investitionen an. Ganz oben auf der Liste stehe der komplette Ausbau des 2008 fertiggestellten Neubaus, dessen Bürofläche im ersten Stock noch im Rohbau steht. "Durch die positive Entwicklung wurden zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt und jetzt müssen wir an die Zukunft denken, denn schließlich wollen wir weiter wachsen - und dafür brauchen wir Platz."

Schon in den nächsten Wochen will ODU eine neue Galvanik-Anlage zum Versilbern von Rohteilen in Betrieb nehmen. "Damit können wir unsere interne Fertigungstiefe nochmals erhöhen und unsere Kunden bestmöglich bedienen."

hon/Mühldorfer-Anzeiger

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