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Fall vor dem Landgericht Traunstein

Brand in Mettenheim im April: Urteil gegen Verursacher

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Mitte April verursachte ein 40-Jähriger einen Brand in Mettenheim. Laut Staatsanwaltschaft soll er in einer "akuten Wahnphase" gehandelt haben. Nun verhandelt ab Dienstag, den 26. November das Landgericht Traunstein über seine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung.

Traunstein/Mettenheim - Am Dienstag, den 26. November verhandelte das Landgericht Traunstein über die einstweilige Unterbringung eines 40-jährigen Mettenheimer in einer psychiatrischen Einrichtung. Er soll im April den Brand eines Wohnhauses verursacht haben.

Der Beschuldigte leide an einer psychischen Erkrankung und habe daher in einem Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt, so die Staatsanwaltschaft. Er fühle sich von Leuten bedroht und verfolgt. In der Nacht auf den 16. April habe er in einer "akuten Wahnphase" beschlossen, das Haus in Brand zu setzen um seine Mitbewohner zu töten. Dabei habe er auch gezielt die Feuermelder in der Wohnung abmontiert, um ein rechtzeitiges Bemerken des Brandes zu verhindern.

Die Gesamtwürdigung des Beschuldigten und seiner Taten ergebe, dass von ihm infolge seines Zustandes weitere Taten zu erwarten seien und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sei.

Was bedeutet "einstweilige Unterbringung"?

Die "einstweilige Unterbringung" ist eine in der Strafprozessordnung festgelegte Maßnahme. Dazu heißt es:

"Sind dringende Gründe für die Annahme vorhanden, daß jemand eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit (§§ 20, 21 des Strafgesetzbuches) begangen hat und daß seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt angeordnet werden wird, so kann das Gericht durch Unterbringungsbefehl die einstweilige Unterbringung in einer dieser Anstalten anordnen, wenn die öffentliche Sicherheit es erfordert."

Brand im April diesen Jahres

Laut dem Polizeibericht wurde am 16. April, gegen 5.45 Uhr, starke Rauchentwicklung in einer Wohnung in der Römerstraße in Mettenheim/Hart gemeldet. Durch die alarmierten regionalen Feuerwehren konnte der Brand relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Rauchentwicklung am Montagmorgen

 © fib/Eß
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Der bei dem Brand entstandene Sachschaden wird auf etwa 60.000 Euro geschätzt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Zur Klärung der genauen Brandursache übernahmen noch in der Nacht Beamte des Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein die Ermittlungen. Ursprünglich waren drei Verhandlungstermine angesetzt. Jedoch erging bereits am Dienstagnachmittag ein Urteil. Das Gericht ordnete eine Unterbringung des Beschuldigten in einer psychiatrischen Einrichtung an.

hs

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