Transparenter Lärmschutz

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Auch in der Stadt Mühldorf sollen, wie hier in Ampfing, transparente Lärmschutzwände die Anwohner schützen.

Mühldorf - Die Stadt will beim Ausbau der Bahnlinie Altmühldorf-Tüßling beim Lärmschutz auf transparente Elemente setzen. Dies beschloss der Bauausschuss einstimmig.

Das Eisenbahn-Bundesamt hat bei der Regierung von Oberbayern das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Bahnlinie zwischen Altmühldorf und Tüßling eingeleitet. Die Stadt Mühldorf will dazu Stellung nehmen.

Wie Bürgermeister Günther Knoblauch vor dem Bauausschuss erläuterte, geht aus den vorliegenden Unterlagen hervor, dass die Bahn je nach Emissionswert oder Nutzungsart der angrenzenden Grundstücke unterschiedlich hohe nichttransparente Lärmschutzwände vorsieht.

"Wir werden aufgrund der vorliegenden Planunterlagen unsere Forderungen beim Lärmschutz gegenüber der DB Netz AG zur Geltung bringen", erklärte der Bürgermeister. Um dem Erscheinungsbild einer längsgeteilten Stadt entgegen zu wirken, muss, so Knoblauch, bei der Einrichtung der geplanten Lärmschutzwände durch dicht angebaute Siedlungsgebiete sowie auf Eisenbahnüberführungen auf transparente Elemente zurückgegriffen werden. "In städtebaulich vertretbaren Bereichen sowie auf freier Strecke können berankbare, nichttransparente Lärmschutzwände Verwendung finden", erklärte der Bürgermeister.

Das Areal südlich der Ausbaustrecke zwischen Töginger Stichstraße, Kreisstraße Mü 9 (Töginger Straße) und der Eisenbahnüberführung Töginger Straße weist aufgrund des Betriebssitzes der Firma Mösel de facto das Erscheinungsbild eines Mischgebietes auf. Die Stadt hat sich beim Geschäftsführer der Firma Mösel erkundigt, ob die Firma noch in Betrieb sei. Auf diese Nachfrage erklärte der Besitzer, dass das Gewerbe Ende September 2011 abgemeldet wurde. Geschäftsführer Mösel will das Gelände einer Wohnbebauung zuführen. Dadurch, so der Bürgermeister, ist der Gebietscharakter eines allgemeinen Wohngebiets gegeben. "Deshalb ist aus der Sicht der Stadt Mühldorf die Höhe der Lärmschutzwand von drei Metern (Mischgebiete) auf 3,50 Meter wie im allgemeinen Wohngebiet anzuheben", forderte Knoblauch.

Der Bauausschuss stimmte den Forderungen für transparente und höhere Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie einstimmig zu. Im Rahmen des Anhörungsverfahrens des Planfeststellungsverfahrens wird die Stadt Mühldorf ihre Forderungen einbringen.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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