Transnet ehrte 47 Mitglieder

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Die Jubilare mit 60-jähriger Zugehörigkeit mit dem Ortsvorstand Kurt Dobrauer und dem geschäftsführenden Vorstand Martin Burkert.

Erharting (ma)- "Die Stadt Mühldorf verdankt der Eisenbahn viel für ihre Entwicklung,", begann Mühldorfs Zweiter Bürgermeister sein Grußwort bei der Versammlung der Transnet und begründete damit sein Erscheinen zu dieser Feierstunde in Erharting. Er wusste auch zu melden, dass Burghausen viel mehr Gütertransporte auf die Schiene verlegen würde, wenn der zweigleisige Anschluss nach München endlich käme.

Er wusste auch zu melden, dass Burghausen viel mehr Gütertransporte auf die Schiene verlegen würde, wenn der zweigleisige Anschluss nach München endlich käme. Zuvor hatte der Erste Bevollmächtigte der Transnet Mühldorf, Kurt Dobrauer, im gefüllten großen Saal des Landgasthofs Pauliwirt in Neuhäusl die Feierstunde eröffnet und verkündet, dass 88 Jubilare zu ehren seien, von denen 47 anwesend waren. Ein Bläsersextett der Stadtkapelle Mühldorf umrahmte die einzelnen Punkte der Veranstaltung musikalisch.

Festredner war der Geschäftsführende Vorstand der Transnet, MdB Martin Burkert aus Nürnberg, der über den derzeitigen Stand der Eisenbahn berichtete. Er warnte in erster Linie, dass unter der fortschreitenden Privatisierung des Konzerns auch die Kooperation der Partner und die Solidarität der Gewerkschaft leiden könnte. Die Transnet vertritt jetzt schon die Arbeitnehmer aus rund 400 Einzelbetrieben gewerkschaftlich. Und mit der Privatisierung von Einzelstrecken könnte die Zahl noch ansteigen. Das Ziel muss aber bleiben, dass sich alle Eisenbahner als Familie verstehen und alle an einem Strang ziehen. Nach einem Rückblick in der Geschichte der Eisenbahn sah er für die Zukunft die Bedeutung der Bahn als wichtigstes Transportmittel sinken. Sicher wäre die Bahn am geeignetsten, um die zu erwartenden Transporte der Seehäfen nach Süd- und Osteuropa zu bewältigen - Züge mit 1500m Länge seien angedacht - aber unverständlicherweise würde die EU-Politik die Straße finanziell bevorzugen und 60-Tonner-Lastwägen zulassen.

Um die Arbeitsplätze der Eisenbahn zu sichern, müssten die Oberen der DB noch größere Anstrengungen unternehmen und die Eisenbahner Zusammenhalt beweisen. Aus diesem Grunde sei er den Jubilaren nicht nur für ihre Treue zur Gewerkschaft dankbar, sondern er lobte auch ihre Bedeutung als Vorbild für die Jugend. Deshalb freue er sich immer, an solchen Ehrungen teilnehmen zu dürfen.

Anschließend nahm er mit dem Ortsvorstand die Ehrungen vor, wobei Kurt Dobrauer vor jedem Jubiläum die wichtigsten Ereignisse der Eintrittsjahre aus Sport, Politik, Gesellschaft und Kultur recht interessant vortrug. Zu ehren galt es die Eisenbahner mit 25-, 40-, 50-, 60-, und 80-jähriger Gewerkschaftszugehörigkeit. Jeder Geehrte erhielt ein Abzeichen mit entsprechender Urkunde sowie ein nettes Geschenk. nz

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