Toter blieb unbemerkt

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Im dritten Stock dieses Hauses lebte der Verstorbene.

Mühldorf - Die Polizei hat einen 58-Jährigen tot in seiner Wohnung in der Oderstraße entdeckt. Unbemerkt von den Nachbarn lag der Mann dort schon geraume Zeit - wie lange genau, ist unklar.

Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht, wann Anton Hauschild starb, ist unklar. Die Polizei entdeckte ihn am Montag. „Wie lange der Mann genau in der Wohnung gelegen hat, können wir nicht sagen“, erklärt Roland Kauer, Pressesprecher der Polizei Mühldorf. Kurz vor Weihnachten sei er von einer Nachbarin zuletzt gesehen worden. Der volle Briefkasten habe einen Bekannten veranlasst, die Polizei zu rufen, die die Tür öffnen ließ. „Ein Arzt hat den natürlichen Tod bestätigt. Damit ist der Fall für uns abgeschlossen“, sagt Kauer. Überraschend sei der Tod nicht eingetreten: „Es war die Folge einer schweren Erkrankung.“

In der Nachbarschaft hat man den Tod Hauschilds nicht bemerkt. „Niemand im Haus hatte wirklich viel Kontakt zu ihm. Wir sind uns höchstens dreimal im Monat im Gang begegnet“, sagt ein Nachbar, der anonym bleiben will. Hauschild habe sehr zurückgezogen gelebt und nur selten Besuch bekommen. Seit Jahren ging Hauschild keiner Beschäftigung mehr nach, lebte nach dem Tod der Mutter alleine in der Wohnung. Als Kind stand er einmal im Rampenlicht. Im Alter von acht Jahren spielte er in der ersten Folge der Fernsehserie „Am grünen Strand der Spree“ mit, die Anfang der 1960er-Jahre vom NWRV-Fernsehen Köln produziert wurde. Sie war einer der frühen Straßenfeger des deutschen Fernsehens.

amu/ha

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