Mühldorfer Hex wieder im Haberkasten

Mühldorf - Schon im dritten Jahr präsentiert der „Kulturschupp´n Mühldorf“ die „Mühldorfer Hex“. Am diesjährigen Premierenabend war der Innenhof des Haberkastens fast ausverkauft. ++Video++ 

Die Schauspieler kämpften teilweise gegen lauten Regen und Donner an - das tat der Spannung aber keinen Abbruch.

Schon im dritten Jahr präsentiert der „Kulturschupp´n Mühldorf“ jetzt sein Stück, das von der Neumarkterin Maria Pauer erzählt. Mit 16 Jahren wurde sie „in puncto magiae“ angeklagt und verbrachte gut drei Monate im „Hexenkammerl“, einem dunklen Verließ im Erdgeschoß des Mühldorfer Rathauses. Nach Verhandlungen in Mühldorf wurde das Verfahren schließlich nach Salzburg übergeben, wo man das Mädchen als Hexe zum Tod durch das Schwert verurteilte. 1750 wurde Maria Pauer hingerichtet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Nach den Aufführungen im Haberkasten-Innenhof zeigt der Kulturschupp´n im August sein Stück in Salzburg. „Über Bürgermeister Günther Knoblauch ist ein Kontakt zu Professor Alfred Winter, dem Chef vom Büro für Kulturelle Sonderveranstaltungen im Land Salzburg, entstanden. Dieser hat dann zusammen mit Eva Weißenbacher die Organisation übernommen“, erzählt Christopher Luber, Autor und Regisseur der „Mühldorfer Hex“.

Zusammen mit seiner Ehefrau Silvia Menzel hat Christopher Luber auch ein Buch zum Thema herausgegeben: "... heiße Marie Pauerin, sei 16 Jahr: Mühldorf-Salzburger Hexenprozess, 1749-1750".

„Die Mühldorfer Hex“ wird noch am 24. und 25. Juli um 20.30 Uhr im Haberkasten-Innenhof aufgeführt.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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