Nicht Perfektion, sondern Vielfalt gefragt

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Der Umweltgarten in Wiesmühl/Alz wurde am Sonntag zum Mekka vieler Gartenfreunde.

Engelsberg - 21 Gärten an der Ludwig-Thoma-Straße, vier Gärten in der Gießmühle in Wiesmühl sowie der Umweltgarten in Wiesmühl haben am Sonntag zum "Tag der offenen Gartentür" geladen.

Alle drei Jahre findet die Veranstaltung, die übrigens in England erfunden" wurde, im Landkreis Traunstein im Wechsel mit den Nachbarlandkreisen statt. Unter dem Motto "Sehen, erleben, genießen" eröffneten Kreisfachberater Georg Unterhausen, Hans Bernauer, Vorsitzender des Gartenbauvereins Engelsberg, und der Kreisvorsitzende Michael Luckas sowie Bürgermeister Martin Lackner mit einem Rundgang durch die Gärten den "Tag der offenen Gartentür" in Engelsberg.

Der "Tag der offenen Gartentür" ist keine Wettbewerbsveranstaltung zur Kür des schönsten Gartens. Der Tag dient nur der Information und dem Austausch von Erfahrungen und Meinungen. Nicht die Perfektion ist gefragt, sondern die Vielfalt; "Denn ein Garten ist irgendwie ein Spiegelbild der unterschiedlichen Persönlichkeiten", so Michael Luckas.

Der Garten von Rita und Sepp Huber war die erste Station des Rundganges. Beeindruckend war darin die große Vielfalt und der äußerst gepflegte Garten. Rita Huber holt sich die Ideen durch den Besuch von Gartenausstellungen und durch die Gartenzeitung, wie sie sagt. Ihr Mann Sepp wird dann eingespannt, um bei der Verwirklichung der Ideen mitzuwirken. Aber beide sind begeisterte Hobby-Gärtner und für sie ist der Garten keine Arbeit, sondern Hobby und Entspannung. Der wunderschön angelegte Gartenteich ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Besucherin Maria Zeiler aus Wald/Alz war ganz beeindruckt von den vielen Details, die sie in den Gärten zu sehen bekam. "Da kann man sich wirklich Anregungen holen", wobei sie äußerst beeindruckt war, mit wie viel Liebe so mancher Garten hergerichtet ist.

Neben den wunderschön blühenden Gärten in Engelsberg und in der Gießmühle weckte auch die Kunsthandwerksausstellung in Engelsberg mit hiesigen Ausstellern die Aufmerksamkeit der Besucher. Schöne, selbst gemachte Stücke mit Naturprodukten "gingen über den Ladentisch". Die Ausstellung von zirka 80 äußerst originellen Vogelscheuchen war ein weiterer Höhepunkt der gelungenen Veranstaltung.

Besonders hervorzuheben ist, dass es für Engelsberg etwas absolut Besonderes ist, eine solche Präsentation der Gärten zu veranstalten, so Bürgermeister Lackner, der über den Erfolg sehr erfreut war. Auch von Kreisfachberater Georg Unterhauser und dem Kreisvorsitzenden Michael Luckas gab es besonderes Lob für die gute Zusammenarbeit der gemeinsamen Aktion. Der Zusammenhalt im Dorf wurde gezeigt, viele Ortsvereine waren mit von der Partie, um zu helfen.

Im Umweltgarten in Wiesmühl wurde eifrig Brot im Lehmbackofen gebacken, dieses durfte natürlich verkostet werden. Auch dort konnte man sich in der Wieser Festhalle gemütlich bayerische Spezialitäten schmecken lassen, oder einen der zahlreichen Kuchen verspeisen.

Die Grundschulen im Landkreis Traunstein hatten sich mit dem Basteln von originellen Vogelscheuchen am "Tag der offenen Gartentür" beteiligt.

gg/Mühldorfer Anzeiger

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