Lässt sich Yvonne von ihren Brezn locken?

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Y(vonne)-Brezen und Stierhörnchen.

Zangberg - Und wieder ist die Geschichte von Yvonne um eine skurrile Episode reicher: Ein Bäcker hat sich jetzt die Y(vonne)-Brezn ausgedacht. Doch lässt sich die Kuh damit auch locken?

Während der Suchaktion hatte Anton Breiteneicher eine besondere Idee: Yvonne inspirierte ihn zu einem besonderen Gebäck: Y(vonne)-Brezn und Stierhörnchen. Ob sich Yvonne aber auch von den eigenen Brezn locken lässt, bleibt abzuwarten.

Nachdem die Kuh Yvonne am Donnerstag insgesamt drei Mal kurz gesichtet wurde, musste die Suche wegen der vollkommenen Dunkelheit gegen 22 Uhr abgebrochen werden. Der Großteil der Aiderbichler fuhren zum Schlafen in einen Ampfinger Gasthof, nur einige blieben mit Antenne Bayern Reporter Nick Lisson die ganze Nacht am Wald und achteten darauf, ob die "Kuh mit IQ" das Waldstück verlässt, was nicht der Fall war.

Nur kurz konnten sich die Aiderbichler erholen, denn um 5 Uhr heute morgen ging es im Wald wieder weiter. Die Wege um das etwa fünf Hektar große Waldstück wurden nochmals kontrolliert, auch hier wurden keine Spuren festgestellt, weshalb davon ausgegangen wird, dass sich Yvonne noch in dem Waldstück befindet.

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Auch der Antenne Bayern Hubschauber startete wieder und die Suchmannschaften wurden von Einsatzkoordinator Hans Wintersteller auf Ihre Posten verteilt, der ganze Waldrand war beobachtet. Der Hamburger Wildtierspezialist und Fährtenleser Heino Krannich, welcher sich seit Freitag in Zangberg befindet, schlich auf Socken allein mit seinem Narkosegewehr bewaffnet durch das Waldstück, auch durch das sehr dichte Unterholz. Er konnte die Kuh alleine und zu Fuß jedoch nicht aufspüren und auch der Hubschrauber konnte außer Hasen, Rehe und gärende Blätterhaufen mit der Wärmebildkamera keine Entdeckungen machen.

Große Hubschrauber-Suche nach Yvonne

Da es am Freitag zum Glück Wolken aufzogen und es nicht zu warm wurde für die Wärmebildkamera, wurde die Suche noch fortgesetzt. Etwa zehn Aiderbichler und unser Aktivnews Fotograf Alexander Fendt stiegen und krochen systematisch durch das extrem dichte, mit Dornen durchsetzte und unwegsame Gelände, um Yvonne zu finden oder sie dazu zu bewegen, in einen anderen Wald zu wechseln. An diesen Stellen standen Heino Krannich und ein weiterer Jäger mit Betäubungsgewähr bereit. Der Hubschrauber kreiste über dem Wald, um Yvonne herausgehen zu sehen - sie kam jedoch nicht. Bei starkem Regen konnten die Aiderbichler im Wald nur übereinander liegende Spuren und Yvonne's Hinterlassenschaften, Kuhfladen, finden.

Dichtes Unterholz schützt Yvonne

Das Waldstück wo Yvonne vermutet wird, ist eigentlich nicht wirklich groß, aber das Problem ist das dichte Unterholz, wo man teilweise nur eine Sichtweite von zwei Metern, teils fünf Metern hat. Yvonne könnte also ruhig und gelassen in geringer Entfernung stehen, ohne dass man sie sieht. Dass der Hubschrauber Yvonne stört, davon ist nicht auszugehen. Es wurde mehrfach Rehe auf Waldlichtungen beobachtet, die sich vom Hubschrauberüberflug sehr unbeeindruckt zeigten und friedlich weiter grasten.

Um 11 Uhr wurde dann nach sechs Stunden aufwendiger und intensiver Suche diese abgebrochen, der Antenne Bayern Hubschrauber war inzwischen neben der Hauptstraße gelandet und einige Kinder und Erwachsene waren gekommen, um den Hubschrauber und das ebenfalls vor Ort stehende Antenne Bayern Satmobil zu besichtigen und Reporter Nick Lisson zu treffen.

Die Aiderbichler wollen die Kuh nun übers Wochenende ihre Ruhe lassen, sie sind größtenteils heimgefahren, nur einige Beobachtungsposten bleiben vor Ort. Heino Krannich bleibt auch dort, sollte sich Yvonne zeigen. Die zeigt drängt, denn bald gilt die Abschusserlaubnis wieder, und man hört, es gäbe schon einige Jäger, welche sehr scharf darauf wären, Yvonne zu erlegen. Wollen wir hoffen, dass die Tierschützer schneller sind und Yvonne wohlbehalten gefangen werden kann. Sie wird dann auf das Gut Aiderbichl nach Deggendorf gebracht, wo sie ihren Lebensabend geniesen kann, ohne gestört zu werden.

Quelle: Aktivnews

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