Ein Stück Bieberer Berg in Buchbach

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Die Buchbacher „Sitzschalen-Delegation“ am Bieberer Berg.

Buchbach - Das Stadion in Offenbach war eines der legendärsten in ganz Deutschland. Zumindest ein Teil dieser Legende kann man künftig im Buchbacher Stadion finden.

Der Bieberer Berg zu Offenbach: 90 Jahre große Gefühle, unvergessliche Momente, bewegende Begegnungen und gemeinsamer Fankult haben das Stadion zu einem der legendärsten in Deutschland gemacht. Einen Hauch davon gibt es künftig auch im Buchbacher Stadion an der Jahnstraße, denn künftig können die Fans des TSV Buchbach auf den Sitzschalen der legendären Henniger-Tribüne Platz nehmen. 350 rote und 60 weiße Sitze haben acht freiwillige Helfer in einer Nacht- und Nebel-Aktion am Bieberer Berg demontiert und nach Buchbach gebracht, ehe die Tribüne Anfang letzter Woche abgerissen wurde. „Wir hatten ja schon beim Bau der Tribüne überlegt, ob wir Sitzplätze installieren, aber die Kosten dafür sind natürlich enorm“, so Abteilungsleiter Günther Grübl.

Rund 100 Euro kostet ein einziger Schalensitz mit Unterkonstruktion. Eingefädelt wurde die ganze Aktion von Sponsor Albert Kerbl, der durch den Neubau seiner Halle in Ampfing gute Kontakte zur Firma Bremer hat, die auch im Tribünenbau tätig ist. Und diese Firma realisiert derzeit den Stadionneubau am Bieberer Berg. So bekam Kerbl Wind davon, dass es dort Sitzschalen gäbe. Plötzlich musste aber alles ganz schnell gehen. Am Freitagvormittag vor einer Woche informierte Kerbl Abteilungsleiter Grübl, dass der Abriss der Tribüne bereits am Montag darauf beginnen würde, am Nachmittag klemmte sich Grübl ans Telefon und hatte am Abend acht Helfer und zwei Sprinter organisiert.

Um vier Uhr morgens brachen am nächsten Tag Vereinsvorstand Anton Maier, Technischer Leiter Walter Lippl, Schiedsrichterobmann Manfred Ebert, Robert Brandner, Erich Roiter, Thomas Rheinthaler, Franz und Hans Hiermer Richtung Offenbach auf, demontierten dort die fast neuwertigen Sitzschalen und waren am Samstagabend um 18 Uhr mit den vollgepackten Kleinbussen wieder in Buchbach. "Lauter Verrückte", entfuhr es Kerbl im Gespräch mit Grübl, worauf der Abteilungsleiter entgegnete: "Wenn wir diese positiv Verrückten nicht hätten, stünden wir nicht da, wo wir jetzt sind."

mb / Mühldorfer Anzeiger

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