Stadtwall: Wohnhäuser statt Gärtnerei

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Wohnhäuser statt Gärtnerei: Die Stadt ändert den Bebauungsplan am Stadtwall. Auf dem Gelände der Gärtnerei sollen Mehrfamilienhäuser entstehen, südlich davon wird ein Grünstreifen die Verbindung zum Inn herstellen. Außerdem kann das Krankenhaus einen Erweiterungsbau planen, in dem neben Ärzten auch Einrichtungen der Klinik untergebracht sein werden.

Mühldorf - Am Stadtwall sollen weitere Wohnhäuser entstehen. Sie werden unmittelbar an der Friedhofstraße gebaut und denen ähneln, die unterhalb am Krankenhausberg errichtet worden sind.

Lange zog sich der Streit mit dem Grundstückseigentümer hin, gegen dessen Baupläne der Stadtrat eine sogenannte Veränderungssperre erlassen hat. Die soll jetzt aufgehoben werden, denn nach Angaben von Bürgermeister Günther Knoblauch gibt es eine Einigung mit dem Grundstücksbesitzer über den geplanten Grünstreifen zum Inn.

Damit kann ein Investor auf dem Gelände der heutigen Gärtnerei voraussichtlich drei vierstöckige Wohnblocks errichten; es soll laut Knoblauch der gleiche Bauherr sein, der die drei modernen Wohnblöcke am Krankenhausberg in den Wallanlagen gebaut hat.

Der Plan zeigt, wie sich der Grüngürtel entwickeln soll. Bürgermeister Knoblauch ist froh, endlich einen durchgängigen Streifen planen zu können, Stadtrat Oelmaier nennt ihn zu schmal.

Investor Johann Bachmeier, der die Häuser am Krankenhausberg errichtet hat, betonte allerdings auf Nachfrage, dass es noch keine Grundstücksverhandlungen mit der Eigentümerfamilie gebe. Er habe bisher lediglich den Auftrag, die Planungen der Stadt zu begleiten.

Laut diesen Planungen erhält die Stadt nicht nur den Grünstreifen an der Hangkante zum Krankenhaus, sondern vor allem auch den südlich der geplanten Wohnblocks, der als Durchgang zum Inn dienen soll. "Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, den Grünzug fortzusetzen", sagte Knoblauch. Der durchgehende Streifen im Stadtwall von der Frauenarztpraxis im Osten bis zum Inn im Westen ist festgeschriebener Teil der Entwicklung der Innenstadt.

Trotzdem gab es Kritik im Stadtrat: Max Oelmaier (FM) nannte den Grünstreifen südlich der Häuser zu klein; es bliebe nur ein schmaler Weg zwischen den Wohnblocks oberhalb und der Wohnanlage der Firma Rigam an der Südseite. Oskar Rau (Grüne) kritisierte die zwei Zufahrten von der Friedhofstraße und durch die Hangkante von der Krankenhausstraße aus. Knoblauch hielt dem entgegen, dass die beiden Grünflächen genau der Fläche entsprechen, die der Investor bebauen dürfe. Stadtbaumeister Richard Faßer nannte die beiden Zufahrten eine "intelligente Lösung", weil andere Planungen einen stärkeren Eingriff in die Hangkante mit ihrem Baum- und Buschbestand bedeutet hätte.

Gegen die Stimme Oelmaiers beschloss der Stadtrat die Änderung des Bebauungsplans.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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