Staatsstraße nach Süden verlegen

Oberbergkirchen (ma) - Das Ziegelwerk Aubenham, Adam Holzner KG, möchte die Lehmgrube nördlich des Sportzentrums verfüllen. Die Gemeinde hat dazu weitergehende Pläne und denkt an die Verlegung der Staatsstraße 2086 westlich des Ortes um ein Stück nach Süden.

Dabei entstünde nördlich davon ein neues Baugebiet, das eine südwärts gerichtete Hangneigung bekäme. Bürgermeister Michael Hausperger erläuterte anhand eines Planes, dass eine Verfüllung der Lehmgrube erlaubt werden soll. Das Gebiet nördlich der jetzigen Lehmgrube soll weiter abgebaut werden können, zumindest die obere Lehmschicht. Dabei würden die Grundstücke eine südliche Hangneigung erhalten. Mit den Grundstückseigentümern habe er, so Hausperger, bereits gesprochen.

Die Staatsstraße, die ohnehin in naher Zukunft saniert werden muss, soll in Richtung Süden verlegt werden. Die Staatsstraße soll aber nicht ins Verfüllungsgebiet verlegt werden, sondern am gewachsenen Hang entstehen.

Adam Holzner junior teilte mit, es bestünde Interesse von IsarKies, größere Mengen Abraum hier abzulagern. Er bat den Gemeinderat zu entscheiden, ob gegen die Verfüllung der Lehmgrube Einwände bestünden, da deren Partner, IsarKies, die Planungen vorantreiben möchte. Auch sei es wichtig, die Verfüllung der Lehmgrube von oben her vornehmen zu können und nicht um die Schule herumfahren zu müssen.

Franz Hötzinger sagte dazu, dass die Lehmgrube eine enorme Tiefe habe und unbedingt verfüllt werden müsse. Seitens des Gemeinderates bestand mit dem Vorschlag der Gemeinde Einverständnis. Der Bürgermeister wird nach seinen Worten in dieser Angelegenheit beim Staatlichen Bauamt Rosenheim und bei Staatssekretär Dr. Marcel Huber vorsprechen. Im einstimmig angenommenen Beschluss wurde festgehalten, dass eine Verfüllung in Aussicht gestellt wird, eine endgültige Entscheidung aber erst nach Einreichung entsprechender Planunterlagen getroffen werden kann. Im Gesamtkonzept ist eine Verlegung der Staatsstraße in Richtung Süden aufzunehmen.

Für den Verkauf von Baugrundstücken durch die Gemeinde machte die Verwaltung Änderungsvorschläge für die Verkaufsbedingungen. Sie sollen überarbeitet werden, damit die Grundstücke für Familien attraktiver werden. Verlängert wird das Baugebot von fünf auf zehn Jahre. Außerdem ist eine Vermietung gestattet. Zusätzlich wird eine Reihe von finanziellen Anreizen festgelegt, die vom Familienbonus beim Kindergartenbesuch über Baukindergeld bis zur Förderung von Energie- und Trinkwasser-Einsparmaßnahmen reichen.

Die Sanierung oder Erneuerung der Fenster im Rathaus stellte der Gemeinderat bis zum Frühjahr zurück, da die Arbeiten im Winter ohnehin nicht durchgeführt werden können. Vor allem Georg Blieninger war gegen eine Sanierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt, da sich die Gemeinde die Ausgaben nicht leisten könne. Josef Breiteneicher hingegen plädierte grundsätzlich für eine Erneuerung. Seine Beobachtung, dass in einem Büro bei aufgedrehter Heizung zusätzlich ein elektrischer Heizlüfter gelaufen sei, damit erträgliche Temperaturen erreicht werden konnten, hätte ihn von der Notwendigkeit neuer Fenster überzeugt.

Ein Fachmann hielt die Sanierung der Fenster für unwirtschaftlich. Die Kosten hierfür stünden in keinem Verhältnis zur Erneuerung, die er mit 45000 Euro einschließlich der Türen veranschlagt hat. Die vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft würden sich mit 15000 Euro an den Kosten beteiligen.

Im letzten Punkt der Tagesordnung genehmigte der Gemeinderat eine Änderung von Vertragsbestimmungen mit dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Binatalgruppe, die die Wasserversorgung im Ortseil Ranerding übernimmt. gth

Rubriklistenbild: © dpa

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