"Soziales Beispiel für andere sein"

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v.l. Claudia Windbühler, Stefanie Fürlinger, Derya Saglar, Viktoria Tacho, Markus Baumann

Mühldorf - 23 Päckchen für 23 benachteiligte Familien aus dem Landkreis: Die Schüler der Mittelschule sind vor Weihnachten mit gutem sozialen Beispiel vorangegangen.

Die Idee kam von den Schülern selbst. Bei einer Versammlung der Klassensprecher wurde der Vorschlag laut: "Wir wollen helfen!" Und zwar nicht irgendwem. Die Hilfe sollte in der unmittelbaren Umgebung ankommen. In Kooperation mit Jugendsozialarbeitein Claudia Windbühler, Vertrauenslehrerin Stefanie Fürlinger und Elfriede Geisberger vom Jugendamt nahm der Plan dann Gestalt an: Jede Klasse sollte ein Päckchen packen mit Dingen, die bedürftige Familien und deren Kinder brauchen können.

Päckchen für den guten Zweck

"Da ist alles drin, was man sich vorstellen kann," berichtet Derya Saglar, Klassensprecherin der 5ag. "Kuscheltiere, Spielesammlungen, Schulsachen. Und das Beste: Die Klassen wurden im Vorfeld informiert, wohin ihr Päckchen geht - zwar wissen sie keine Namen, aber wie alt die Kinder sind und ob es Jungs oder Mädels sind, das ist bekannt. "Die Klassen haben ihre Gaben demnach altersgerecht ausgewählt und auch Kleidergrößen konnten wir erahnen," erklärt Jugendsozialarbeiterin Claudia Windbühler. Die Spenden sollen eben nicht nur ankommen, sondern auch sinnvoll sein.

Landrat Georg Huber sprach den Schülern ein riesiges Lob aus. "Ihr könnt verdammt stolz auf euch sein!" Das Beispiel der Päckchen-Aktion zeige, dass Schule nicht nur eine Paukanstalt ist, sondern für's Leben lehrt - eben auch soziale Kompetenz. "Da können sich viele von euch eine Scheibe abschneiden!"

Besonders freue es Huber, dass die Aktion aus einer Mittelschule stamme. "Eure Schulform gerät bei der hitzigen Diskussion um das Schulsystem oftmals ins Hintertreffen. Zu unrecht, wie ich finde," so der Landrat. "Euer Engagement zeigt, dass ihr kein bisschen schlechter oder dümmer seid als andere. Wir brauchen euch genauso wie die Gymnasiasten, die Wissenschaften studieren. Denn ihr seid später die, welche die Wissenschaften in die Tat umsetzen."

Die Päckchen werden jetzt vom Jugendamt abgeholt und zu ihrem Bestimmungsort gebracht. "Wir hoffen, dass unsere Spenden den anderen viel Freude machen -gerade jetzt vor Weihnachten," so 7em-Klassensprecherin Viktoria Tacho. Und ihre Klassensprecherkollegen nickten zustimmend.

ds

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