Landkreis zahlt die Sanierungskosten zwischen Thann und der neuen Einmündung

Mü 25 sorgte für Schlagabtausch

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mühldorf - Der Landkreis übernimmt die Sanierungskosten der bestehenden Kreisstraße Mü 25 zwischen Thann und der Einmündung der geplanten neuen Mü 25.

Das hat der Kreisausschuss jetzt beschlossen. Dieses Geld erhält laut Beschluss Aschau, das den größten Teil der Neubaukosten für die neue Mü25 übernehmen soll. Waldkraiburg will sich mit einem Zuschuss in Höhe von 500 000 Euro beteiligen.

Dem Beschluss vorausgegangen war ein heftiger Schlagabtausch zwischen Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder, Landrat Georg Huber sowie CSU-Fraktionsvorsitzenden Anton Sterr. Für Salzeder gibt es keinen Autobahnzubringer, wenn die Mü 25 nicht gebaut wird. Nach seinen Worten fahren derzeit 13 000 Fahrzeuge auf der Straße, das Aschauer Industriegebiet braucht dringend diesen Anschluss. "Wir haben alles allein machen müssen, weil beim Landkreis nichts weitergeht. In Heldenstein, Mettenheim und Ampfing hat der Landkreis gebaut. Anscheinend, weil es dort CSU-Bürgermeister gibt", erklärte Salzeder.

Dies wies Landrat Georg Huber entschieden zurück: "Es gibt im Landkreis keine politisch motivierten Bauten." CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr kritisierte die Gemeinde Aschau und den Vorgänger Salzeders, Josef Huber, scharf. Nach seinen Worten ist der Neubau der Straße an zwei Aschauer Bürgern gescheitert, die ihre Grundstücke nicht zur Verfügung gestellt hätten, und die Gemeinde Aschau sei bei der Trassenwahl nicht flexibel gewesen. "Hätte ihr Vorgänger die Sache in Bewegung gebracht, wären Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent und mehr möglich gewesen, heute bekommen wir 42 Prozent. Wenn es nach dem CSU-Parteibuch gehen würde, hätte sich Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner aufregen müssen, denn seine Umgehung hat er auch alleine bauen müssen." Der CSU-Fraktionsvorsitzende machte deutlich, dass der Beitrag der Stadt Waldkraiburg in Höhe von 500 000 Euro nicht unendlich lang zur Verfügung stehe.

Landratsamtsabteilungsleiter Herbert Hoch wies die Vorwürfe Salzeders zurück. Er und seine Mitarbeiter seien viele Male in Sachen Mü 25 in Aschau und bei den Grundstückseigentümern gewesen. "Tut mir leid, wenn ich heute emotional werde, aber den Vorwurf der Untätigkeit lasse ich nicht auf mir und meinen Mitarbeitern sitzen." Salzeder erklärte, dass er nicht nachtarocken wolle und sprach sich dafür aus, dass gemeinsam für eine schnelle Lösung gearbeitet werden solle.

Aschau hat bis 23. Dezember Zeit, dem Landkreis mitzuteilen, ob es die beschlossene Vorgehensweise annimmt. Stimmt Aschau zu, steht die Mü 25 weiter im Investitionsplan des Landkreises, bei einer Ablehnung würde sie gestrichen.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser