Sonnige Gemüter trotz Regens

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Höhepunkt des festlichen Reigens: Die Biermösl-Blosn sorgte am Samstagabend für Stimmung im Zelt.

Heldenstein - Die Jubiläumsvereine in Heldenstein haben heuer kein Wetterglück: Hatte es bereits das Gründungsfest der Kühamer Schützen verregnet, waren nun auch die Haigerloher Schützen nicht mit Sonne gesegnet.

Der guten Stimmung tat dies dennoch keinen Abbruch. Haigerloh feierte mit mehr als 60 Vereinen.

Die Parkflächen ein einziger Sumpf, weswegen auch das Ochsenrennen ausfallen musste. Schließlich regnete es gestern dann so stark, dass der Festgottesdienst im Zelt stattfand, der Festzug ins Wasser fiel. Die Haigerloher hätten allen Grund gehabt sich zu ärgern. Doch sie nahmen es sportlich. Schließlich erwiesen über 60 Vereine mit ihren Fahnenabordnungen dem Jubelverein die Ehre, als Dekan Roland Haimerl mit Priesteramtsanwärter Christoph Hentschel und Diakon Josef Breiteneicher den Festgottesdienst zelebrierte. Dabei segnete der Dekan auch das Erinnerungsband, das Festbraut Regina Müller anschließend an die Haigerloher Fahne heftete. Chor und die Heldensteiner Heubodnblosn hatten für den festlichen Rahmen gesorgt.

"Der sportliche Wettkampf, die Tradition und die Geselligkeit" - dem, Schützenmeister Georg Müller, sah und sieht man sich stets verpflichtet, "um Ansporn zu sein und für Begeisterung zu sorgen". Heldensteins Bürgermeister und Schirmherr Helmut Kirmeier lobte den Verein ob seiner Rührigkeit: "Die Haigerloher Schützen sind nicht wegzudenken aus dem Gemeindeleben", betonte er. Der Verein leiste viel für die Integration von Neubürgern.

Landrat Huber würdigte die hervorragende Jugendarbeit und das Engagement in der Gesellschaft. Staatssekretär Dr. Marcel Huber hob in diesem Zusammenhang die Wertevermittlung hervor. Vereine würden ihren Teil dazu beitragen, "dass aus einem Menschen was g'scheit's wird". Er sprach auch im Sinne von Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer, dass Bayern nicht zuletzt wegen seiner traditionsreichen Schützenvereine so schön sei. Besonders stolz zeigte sich Gauschützenmeister Anton Müller, als er sinen Blick durch das volle Festzelt schweifen ließ. Durch die Pflege von Traditionen könne man auch den Launen der Zeit trotzen, zumal auch die Haigerloher Schützen zwei Kriege miterleben mussten.

Dass die SG 1900 Haigerloh nicht nur im Ort fest verankert ist, sondern auch gute Kontakte außerhalb der Gemeindegrenzen pflegt, bewies die Anwesenheit zweier Abordnungen aus Baden-Württemberg und aus Südtirol. Seit 1987 besteht eine tiefe Freundschaft zu den Schützen aus Trillfingen, die aufgrund eines Stadtjubiläums ihres Nachbarortes Haigerloch entstanden war. Bis 1980 reicht die freundschaftliche Beziehung mit den Steinegger Schützen zurück, die extra aus Südtirol zum Fest angereist waren.

je/Mühldorfer Anzeiger

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