Skater sollen sich organisieren

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Springen die Skater künftig hinter dem Feuerwehrhaus?

Mühldorf - Wollen die Skateboardfahrer eine neue Anlage, müssen sie sich am Bau beteiligen: Das machte Bürgermeister Günther Knoblauch mit Vertretern der Jugendlichen deutlich.

Nach den zum Teil heftigen Diskussionen um die Skateboardfahrer am Stadtplatz und in den Seitengassen (wir berichteten) hat sich Bürgermeister Günther Knoblauch mit Jeannette Rädle und Christian Gantner zum Meinungsaustausch getroffen. Rädle und Gantner engagieren sich als Eltern für die Skateboardfahrer. "Wir haben in sachlicher Atmosphäre die Situation erörtert", sagt Knoblauch. Auch Jeanette Rädle spricht von "guten Gesprächen", die Anfang September fortgesetzt werden sollen.

Laut Knoblauch sind sich alle Beteiligten einig, dass hinter der Feuerwehr ein geeigneter Platz für eine neue Skatboardanlage wäre. "Kommt es zum Neubau, müssen sich die Jugendlichen daran beteiligen. In welcher Form auch immer", betont Knoblauch. Deshalb sei es zunächst einmal notwendig, dass sich die Skater organisieren. "Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, dass sie sich einem Verein als neue Sparte anschließen", greift der Bürgermeister einen Vorschlag aus dem Stadtrat auf.

Nicht nur in diesem Punkt befindet man sich noch im Prozess der Meinungsbildung. "Die Jugendlichen sollen ihre Wünsche äußern, damit wir auch die Kosten im Detail beziffern können", erklärt Knoblauch. Erste Angebote habe die Stadt bereits eingeholt.

Der Blick geht nach Simbach, wo vor 14 Jahren eine Anlage entstanden ist, wie sie auch in Mühldorf denkbar wäre. Träger ist dort der Zweckverband "Freizeit & Erholungsgebiet Unterer Inn". Rund 95000 Euro hat der Bau gekostet, erläutert Geschäftsführer Elmar Voll auf Anfrage.

Von einer ähnlichen Zahl geht auch Knoblauch aus, eine erste Schätzung habe einen Betrag von rund 90000 Euro ergeben. "Eine Summe, die wir auch im Hinblick auf andere Vereine nicht aus dem Ärmel schütteln können", macht Knoblauch klar. Anders ausgedrückt: Der Bürgermeister will keinen Präzedenzfall schaffen - vor allem angesichts der vergleichsweise überschaubaren Zahl derer, die die Anlage regelmäßig nutzen würden.

Grundsätzlich - so Knoblauch - herrsche im Stadtrat aber ein Konsens darüber, dass etwas passieren müsse: "Die alte Anlage im Tal ist nicht mehr auf dem Stand der Zeit, das wird schon gesehen." Gehe es nach ihm, sei auf dem Platz hinter der Feuerwehr auch eine große Lösung denkbar: "Vielleicht sollten wir in diesem Zusammenhang auch den Blick auf andere Trendsportarten richten. Das sind aber alles nur Gedankenspiele."

ha/Mühldorfer Anzeiger

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