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Spatenstich für Neubau

Wörth bekommt trotz explodierender Kosten eine neue Brücke - samt digitalem Zwilling

Spatenstich für die neue Brücke: Johannes Wimmer, Universität der Bundeswehr München, Martin Gebler, Ingenieurbüro Behringer & Partner, Bauleitung, Bürgermeister Roland Kamhuber, Landrat Max Heimerl, Martin Simstich, Hagn Umwelttechnik GmbH, Ausführende Brückenfirma, Robert Martinez, Kommunaler Hoch- und Tiefbau, Peter Weber, IB Igl, Putz und Partner, Brückenplaner.
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Spatenstich für die neue Brücke: Johannes Wimmer, Universität der Bundeswehr München, Martin Gebler, Ingenieurbüro Behringer & Partner, Bauleitung, Bürgermeister Roland Kamhuber, Landrat Max Heimerl, Martin Simstich, Hagn Umwelttechnik GmbH, Ausführende Brückenfirma, Robert Martinez, Kommunaler Hoch- und Tiefbau, Peter Weber, IB Igl, Putz und Partner, Brückenplaner.

Der Spatenstich für den Brückenneubau in Wörth ist erfolgt. Jetzt können die Arbeiten beginnen - und das Werk aus Stahl und Spannbeton bekommt noch einen digitalen Zwilling.

Schwindegg – Die Brücke in Wörth ist baufällig und muss ersetzt werden. Bei schönstem Wetter fand jetzt der Spatenstich für den Neubau statt. Der Bau der Brücke erfolgt in schwierigen Zeiten. Obwohl die Baukosten derzeit sprunghaft ansteigen, wird an dem Vorhaben festgehalten, sagte Landrat Max Heimerl (CSU) „Weil es keine Abstriche bei der Verkehrssicherheit im Landkreis geben darf.“ Mit den Gesamtkosten von 2,1 Millionen zählt die Baumaßnahme zu den größeren Straßen- beziehungsweise Brückenbaumaßnahmen im Landkreis in den vergangenen fünf Jahren. Zuschüsse gibt es vom Freistaat in Höhe von 945.000 Euro.

Neubau mit Geh- und Radweg

Die neue Brücke wird als Einfeld-Rahmenbauwerk, ohne Mittelpfeiler, mit einem Überbau aus Spannbetonfertigteilen erstellt. Die Abmessungen werden an neue Vorschriften und straßenplanerische Erfordernisse angepasst. Auf einer Seite ist ein Geh- und Radweg geplant. Eine Behelfsbrücke schafft die Verbindung während der Bauzeit. Besonders erwähnte Landrat Max Heimerl die beiden Anlieger Ingrid Obermeier-Osl und Gerhard Kreitmair, die den notwendigen Grund für den Radweg zur Verfügung gestellt hatten. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagte der Landrat. Bis Anfang Dezember soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

„Digitaler Zwilling“ wird erstellt

Mit der Brücke entsteht im Landkreis die erste digitale Brücke. Das Institut für konstruktiven Ingenieurbau der Universität der Bundeswehr in München erstellt parallel zum realen Bauwerk einen „Digitalen Zwilling“. Das Bauwerk wird mit Messeinrichtungen und Sensoren bestückt. „Wir sind europaweit führend damit.“ sagte Landrat Heimerl.

Eine Mess-Station in der Nähe sammelt dann die sensorischen Daten. Dies ermöglicht Zustandsvorhersagen, die wichtig für das Erhaltungsmanagement sind. Damit werden die Brückenprüfungen vereinfacht.

Die anfallenden Kosten werden im Rahmen des Forschungsprojektes vom Zentrum für Digitalisierung und Technologieforschung der Bundeswehr übernommen. Für den Landkreis entstehen lediglich die Kosten für den Verwaltungsaufwand.

Gute Anbindung ist unverzichtbar

Bürgermeister Roland Kamhuber (CSU) freute sich über den Baubeginn. Der Zahn der Zeit habe an dem über 60 Jahre alten Bauwerk genagt. „Brücken und Straßen sind Lebensadern“, sagte er, „eine gute Verkehrsanbindung ist unverzichtbar für Handel und Gewerbe vor Ort.“ Es gehöre zu den vordringlichen kommunalpolitischen Aufgaben, für eine gute Verkehrsinfrastruktur zu sorgen, so der Bürgermeister.

Johannes Wimmer von der Universität der Bundeswehr ging näher auf den Begriff „Digitaler Zwilling“ ein. Während der eine ein realer Zwilling aus Stahl und Spannbeton sei, bestimme die DNA den digitalen Zwilling. Während der reale Zwilling altere, erhebe sich der Digitale. Dann eröffneten die sieben Hauptverantwortlichen mit dem Spatenstich den Bau der Brücke.