Katastrophenfall Busunglück auf der A94

Tapfere Pfadfindergruppe übt mit Einsatz- und Rettungskräften den Ernstfall

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Frontalzusammenstoß: Das Auto hat den Reisebus umgeworfen und der Bus das Auto teilweise unter sich begraben - so das Übungsszenario.
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Schwindegg/Heldenstein - Das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei sind am Samstag auf der A94 im Probeeinsatz um für den Katastrophenfall vorbereitet zu sein. 

Bilder der Katastrophenschutzübung auf der A94

Bilder von der Großübung auf der A94 am Samstag

Katastrophenfall Busunglück: Großer Probeeinsatz auf A94

Eine Pfadfindergruppe aus Dorfen diente zusammen mit Eltern und Betreuern als Statisten. Die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und Polizisten angrenzender Dienststellen halfen der Autobahnpolizeistation (APS) Mühldorf bei der Unfallaufnahme und beobachteten die Übung. Verantwortlich für die Übung war Klaus Braun vom Landratsamt Mühldorf.

Vom Bayerischen Roten Kreuz waren vor Ort:

  • Die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Betreuung und Behandlung aus Haag 
  • Das Kriseninterventionsteam Mühldorf
  • Die SEG Transport aus Waldkraiburg, Haag, Ampfing und Mühldorf
  • Die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL) aus Haag
  • Ein Leitender Notarzt, mehrere Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) und fünf Notärzte

Weiter waren die Feuerwehren Obertaufkirchen, Schwindegg, Rattenkirchen, Weidenbach und Heldenstein vor Ort.

Die Autobahnmeisterei sperrte die Zufahrten in Heldenstein und Obertaufkirchen. Das Technische Hilfswerk (THW) war bei der Vorbereitung des Unfalles mit vor Ort und machte dann im Anschluss die Fahrbahn wieder sauber. Bei einer kurzen Ansprache nach dem Mittagessen im Feuerwehrhaus in Heldenstein bedankte sich der Mühldorfs Kreisbrandmeister Harald Lechertshuber bei den Einsatzkräften für ihre Mühe und die gelungene Übung.  

Ebenso sprach Klaus Braun vom Landratsamt Mühldorf (Abteilung Katastrophenschutz) seinen Dank aus. Als letzter Redner sprach der Dienststellenleiter der APS Mühldorf, Konrad Scheibl, seinen Dank an die Einsatzkräfte aus und wünschte ihnen immer eine sichere Rückkehr von der Einsatzstelle. Um 7.30 Uhr wurden die Statisten vom BRK  geschminkt und dann mit dem Bus zur Unfallstelle gebracht. Pünktlich um 9 Uhr begann die Übung. Die Malteser kümmerten sich um Brotzeit und Getränke, nach der Übung gab es ein gemeinsames Mittagessen bei der Freiwilligen Feuerwehr Heldenstein.

Das Übungsszenario

Ein Reisebus - besetzt mit 40 Kindern und Betreuern - fuhr auf der A94 von München in Richtung Passau, die Kinder von der Jugendgruppe der Pfadfinder aus Dorfen waren auf dem Weg in den Bayerischen Wald in ein Ferienlager. 

Zwischen den Anschlussstellen in Obertaufkirchen und Heldenstein kam dem Bus in Richtung Passau auf Höhe Klebing bei Rattenkirchen ein Geisterfahrer entgegen. Es kam zum Frontalzusammenstoß: Das Auto hat den Reisebus umgeworfen und der Bus das Auto teilweise unter sich begraben. 

Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren sicherten den Bus und retteten die Verletzten über die Dachluke und über die Heckscheibe. Danach wurden die Verletzten im ein Zelt gebracht, von Notärzten gesichtet und untersucht und dann in verschiedene Krankenhäuser transportiert. Es gab mehrere schwer Verletzte, mittelschwer Verletzte und auch leicht Verletzte Personen. Für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben an der Einsatzstelle.

Vorbericht

Das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr und die Autobahnmeisterei sind derzeit auf der A94 zwischen den Anschlussstellen Schwindegg und Heldenstein in Fahrtrichtung Passau im Probeeinsatz, um sich auf das Szenario Busunfall vorzubereiten

Katastrophenschutzübung  auf der A94 

Am Freitag wurde die Übung vorbereitet. Das THW schleppte den Bus zur Autobahn und legte ihn mittels Kran und Abroller um, darunter wurde ein Auto in dem sich ein Dummy befand, begraben. Eine weitere Person, die ebenfalls durch einen Dummy dargestellt wird, wurde für das Übungsszenario unter dem Bus eingeklemmt.

Am Samstag werden dann noch viele Kinder, natürlich auch durch Puppen ersetzt, im Bus sitzen. Diese waren laut der Übung auf einem Ausflug, als der "Unfall" passierte. Wer die Übung beobachten möchte kann sich auf der Verbindungsstraße von Ziegelsham (Staatsstr 2084 / Isentalstraße) nach Rattenkirchen auf die Brücke die über die BAB94 führt stellen und das Schauspiel ab etwa 9 Uhr live beobachten.

bcs/jv/fib/Eß

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