Nach zahlreichen Beschwerden von Anwohnern

Verkehrsausschuss des Landtags fordert Lärmgutachten für die A94

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Schwindegg/A94 - Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags fordert die Staatsregierung auf, ein Lärmgutachten für die A94 durchzuführen. Grund sind zahlreiche Beschwerden von Anwohnern über die enorme Lärmbelastung.

Anfang Oktober wurde die Isentalautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein nach jahrelangem Protesten eröffnet, nun klagen immer mehr Anwohner über die enorme Lärmbelastung. Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags beschloss einstimmig, dass die Staatsregierung ein Lärmgutachten erstellen soll.

"Es muss eine Art Lärmgutachten geben", sagt der Mühldorfer CSU-Abgeordnete Dr. Marcel Huber gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Zusammen mit weitere Politikern aus der CSU und den Freien Wählern hat er den Antrag im Verkehrsausschuss eingebracht.

Dadurch soll die "Staatsregierung aufgefordert werden, durch Messungen zu prüfen, ob die vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen ausreichend sind und den Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens entsprechen", so Huber weiter. Für den CSU-Politiker wäre für einigen Stellen ein Flüsterasphalt eine mögliche Lösung. 

Der Antrag wird auch von Martin Büchler, Sprecher für Mobilität der Grünen, begrüßt, da auch ihn zahlreiche Beschwerden erreichten. Die AfD-Fraktion warf die Frage auf, warum nicht auf der gesamten Autobahn Flüsterasphalt verbaut wurde.

Lärmschutz auf der A94: 62 Prozent wollen keine Nachbesserungen

Anwohner hatten bereits wenigen Wochen nach der Eröffnung der A94 über den Lärm geklagt und eine Unterschriftenaktion gestartet, um Nachbesserungen beim Lärmschutz zu erwirken. "Wir haben mit Eröffnung der A94 eine völlig neue und drastische Beeinträchtigung bezüglich Verkehrslärm zu ertragen", berichten beispielsweise Anwohner aus Schwindegg der Redaktion von innsalzach24.de. Auch in einer Umfrage auf innsalzach24.de gaben mit 555 Stimmen oder 62,22 Prozent die Mehrheit der Befragten an, sie würden keinen Bedarf für Nachbesserungen beim Lärmschutz sehen. 

"Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass man in Einzelfällen nachbessern muss", berichtet Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern gegenüber innsalzach24.de.

ma

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