Behörde erklärt Situation mit A94-Schild

"Warum hat das mit Obertaufkirchen nun doch nicht geklappt?"

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Schwindegg/Obertaufkirchen - Für die Fertigstellung des restlichen Autobahnabschnitts der A94 bis München hat die Autobahndirektionnun auch für die Fahrtrichtung Passau Ausfahrtsschilder aufgestellt. Wir haben uns erkundigt, warum dabei Obertaufkirchen nicht erwähnt wird. 

"Warum hat das mit Obertaufkirchen auf dem Schild nun doch nicht geklappt?", erkundigte sich ein Leser bei unserer Redaktion. "Im Wahlkampf 2013 gab es zu diesem Thema doch sogar eine Pressemitteilung von Herrn MdB Mayer ..." Er habe dem damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer geschrieben und sich für die Aufnahme von Obertaufkirchen in das Anschlussstellenschild der A94-Anschlussstelle Schwindegg eingesetzt, teilte Mayer damals mit. Aus seiner Sicht sei der Wunsch der Obertaufkirchner nachvollziehbar, da sich die Anschlussstelle auf dem Gemeindegebiet befinde. 

Auch der Bayerische Staatsminister des Innern Joachim Herrmann habe seine Zustimmung signalisiert. "Es gibt deutschlandweit mehrere Beispiele für längere Doppelnamen bei Autobahnausfahrten. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, den Wunsch der Obertaufkirchner abzulehnen", erklärte Mayer damals abschließend.

"Wir müssen bei der Vergabe der Ortsnamen auf den Ausfahrts-Schildern bestimmten Richtlinien folgen", erläutert Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern. "In einem ersten Schritt gab es ein Anhörungsverfahren mit allen beteiligten Behörden und den Landratsämtern als Vertreter der Gemeinden. Die dabei erarbeiteten Vorschläge für die Ausfahrts-Schilder gingen dann an das Verkehrsministerium." Seebacher betont, Doppelnamen gäbe es zwar, sie seien aber eher unüblich. "Das passiert nur in absoluten Ausnahmefällen. Idealerweise sollte nur ein einziger Name auf dem Ausfahrtsschild sein. Dabei gab dann letztlich den Ausschlag, dass Schwindegg mit 3600 Einwohner einfach größer ist als Obertaufkirchen mit seinen 2500." 

Ihm sei durchaus bewusst, dass so etwas für viele Städte und Gemeinden eine wichtige Sache sei. "Außer man taucht dann ständig in den Staumeldungen auf. Dann wollen sie auf einmal nicht mehr genannt werden." 

Vielleicht schon Ende September könnte die Isentalautobahn fertig werden. Doch das bedeutet nicht, dass dann auch gleich der Verkehr dort rollen kann, betonten die Planer im Gespräch mit unserer Redaktion vor kurzem.

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