Leser-Meinungen zu Lärmschutz an A94

"Wollen Zeichen setzen gegen Lärm und Politik der CSU"

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Mit diesem Flyer wird für die Teilnahme an der Mahnfeuer-Aktion geworben.

Schwindegg - Am Donnerstag, den 12. Dezember sind Anwohner, die für besseren Lärmschutz an der A94 protestieren wollen, durch eine Bürgerinitiative aufgerufen, Mahnfeuer zu entzünden. Die Reaktionen in der Leserschaft von innsalzach24.de sind gemischt:

In der Diskussion unter dem Facebook-Post zum Bericht von innsalzach24.de über die Pläne für Mahnfeuer zeichnet sich zunächst einmal eine ähnliche Tendenz ab, wie schon nach der Berichterstattung von innsalzach24.de zu ersten Initiativen für mehr Lärmschutz nach der A94-Eröffnung. Die meisten Kommentatoren geben sich kritisch. "Bei allem Verständnis für Lärmgeplagte. Was erwarten die Leute? Es ist eine Autobahn", schreibt etwa Stefan S.. "Auf der alten Strecke nach München lebten Jahrzehnte Menschen, die den Lärm aushalten mussten. Auch den Lärm der Feuerwehren und Sankas, wenn wieder was passiert ist. Der Verkehr wird mehr. Das lässt sich nicht aufhalten", meint Elisabeth S..


Doch schon hier gibt es diesmal deutlich mehr Zustimmung. "Bin dabei, wann und wo?", schreibt etwa Dominik R. Andere mischen sich in die Diskussion ein und verteidigen den Standpunkt der Betroffenen. Auch bei ei ner Umfrage auf innsalzach24.de bekommt das Anliegen der Anwohner diesmal mit 49,2 Prozent der Stimmen deutlich mehr Zuspruch. 


Viele wollen sich an Aktion beteiligen

Zudem erreichten die Redaktion von innsalzach24.de noch einige Zuschriften und Anrufe von Anwohnern aus Heldenstein, Rattenkirchen, Obertaufkirchen, Schwindegg und Ampfing. Diese kündigten an, sich an der Mahnfeuer-Aktion beteiligen zu wollen und betonten, es sei ihnen ein ernstes und wichtiges Anliegen. "Wir wollen ein Zeichen setzen gegen den Lärm und die Politik der CSU", betont etwa ein Betroffener aus Ampfing. "Wir sind hier von dem Lärm teils sehr stark betroffen", berichtet wiederum eine Schwindeggerin. Nach aktuellem Stand wird es also voraussichtlich mehr als die ursprünglich von den Organisatoren angenommenen mindestens vier Mahnfeuern im Landkreis Mühldorf geben.

Anfang Oktober war die Isentalautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein nach jahrelangen Protesten eröffnet worden. Nun klagen immer mehr Anwohner über eine enorme Lärmbelastung. Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags beschloss daher bereits vor kurzem einstimmig, dass die Staatsregierung ein Lärmgutachten erstellen soll. 

Die zuständigen Stellen kündigten bereits neue Messungen an. "Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass man in Einzelfällen nachbessern muss", sagte Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, gegenüber innsalzach24.de.

hs

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