Auch im Landkreis Mühldorf am Inn

Protest für mehr Lärmschutz: Mahnfeuer entlang der A94 geplant

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Mit diesem Flyer wird für die Teilnahme an der Mahnfeuer-Aktion geworben.

Schwindegg/Landkreis Mühldorf am Inn - Am Donnerstag, 12. Dezember, soll mit einer großen Mahnfeuer-Aktion entlang der A94 auf das Verlangen von Anwohnern nach besserem Lärmschutz aufmerksam gemacht werden.

"Überall entlang der A94-Trasse sollen am Donnerstag, den 12. Dezember, ab etwa 17 Uhr Mahnfeuer brennen", berichtet Maria Numberger von der "Bürgerinitiative gegen den Lärm der A94" gegenüber innsalzach24.de. "Dies selbstverständlich nur auf privaten Grundstücken mit Einverständnis der Eigentümer." Das Größte davon soll am ehemaligen Standort des "Dorfener Schwammerl" im dortigen Ortsteil Eck brennen. "Es werden auch zahlreiche lokale Politiker sprechen. Beispielsweise von der CSU Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner, Landrat Martin Bayerstorfer und die Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf."


Auch im Landkreis Mühldorf soll es mindestens vier Mahnfeuer geben, berichtet eine der Organisatorinnen dort. "Beispielsweise bei uns in Reibersdorf." Sie selbst sähe die bisherigen Stellungnahmen aus Politik und Verwaltung kritisch. "Das ist jetzt halt Taktik vor der Kommunalwahl. Aber es muss sich noch zeigen, ob und was dabei herauskommt", erklärt sie. "Schon vor dem Bau der Trasse haben ja Gutachter gewarnt, dass das eine Belastung für die Anwohner sein wird. Jetzt bewegt sich der Lärmpegel halt knapp unter den zulässigen Höchstwerten. Das ist aber trotzdem eine Belastung."

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Verkehrsausschuss beschließt Lärmgutachten

Anfang Oktober war die Isentalautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein nach jahrelangen Protesten eröffnet worden. Nun klagen immer mehr Anwohner über die enorme Lärmbelastung. Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags beschloss daher bereits vor kurzem einstimmig, dass die Staatsregierung ein Lärmgutachten erstellen soll. 

Die zuständigen Stellen kündigten bereits neue Messungen an. "Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass man in Einzelfällen nachbessern muss", berichtet Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern gegenüber innsalzach24.de.

Auch kritische Stimmen zu Lärmschutz-Anliegen

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen in der Leserschaft von innsalzach24.de. Nicht alle können das Anliegen nachvollziehen. In einer Umfrage gaben mit 555 Stimmen oder 62,22 Prozent die Mehrheit der Befragten an, sie würden keinen Bedarf für Nachbesserungen beim Lärmschutz sehen.

"Jeder, der die A94 gefahren ist, weiß, wie weit die Anwesen oder Höfe von der Autobahn weg sind. Und damit, dass dies Jammern auf hohem Niveau ist!", schreibt etwa ein User. "Somit ist ein zusätzlicher Lärmschutz Blödsinn!"

hs

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