Neubaustrecke zwischen Lengdorf und Heldenstein

Beulen im A94-Flüsterasphalt: Bauunternehmen äußert sich

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Schwindegg - Auf der A94-Neubaustrecke haben sich vielerorts Beulen im Flüsterasphalt gebildet. Wir haben uns erkundigt, was es damit auf sich hat.

"In vielen Bereichen zwischen Lengdorf und Heldenstein sind im Asphalt erhebliche Beulen zu finden", berichtet ein Leser unserer Redaktion. Er frage sich, ob diese dann keine Probleme bei der geplanten Aufnahme des Verkehrs auf der Autobahn ab Anfang Oktober machen würden. Nachdem es zuvor bereits Berichte darüber gegeben hatte, bestätigte das Verkehrsministerium kürzlich den geplanten Termin für die feierliche Verkehrsfreigabe. Dieser ist für Montag, den 30. September, um 15 Uhr vorgesehen. Die Verkehrsfreigabe ist anschließend für den 1. Oktober veranschlagt.

Autobahn-GmbH: Normaler Vorgang

"Auf rund zwei Drittel der Strecke wurde, wie in der Referenzplanung vorgesehen, eine bituminöse Deckschicht auf Beton, genannt DSH-V, eingebaut", berichtet Oliver Lauw, Geschäftsführer der verantwortlichen Isentalautobahn GmbH. "Es handelt sich dabei um einen 1,5 Zentimeter starken Dünnschichtbelag mit überdurchschnittlich lärmmindernden Eigenschaften auf einer 26 Zentimeter dicken Betonfahrbahnplatte."

Die Strecke werde in dem vertraglich vereinbarten, qualitativ hochwertigen Zustand erstellt und wird aktuell von der Autobahndirektion Südbayern geprüft und abgenommen. "Bei der vorgesehenen Bauweise können bei hochsommerlichen Temperaturen anfänglich Unebenheiten auftreten. Laut einhelliger Expertenmeinung stellen die anfänglich auftretenden Unebenheiten kein Problem dar, da diese innerhalb der zulässigen Toleranz liegen und sich mit der Zeit 'ausfahren', das heißt bei konstanter Befahrung verschwinden. Insofern handelt es sich bei dieser Bauweise um einen normalen Vorgang." 

Probleme in NRW

Andernorts gibt es allerdings durchaus nicht unerhebliche Schwierigkeiten mit Beulen im Flüsterasphalt. Wie der WDR kürzlich berichtete, gibt es damit in Nordrhein-Westfalen vielerorts Probleme. Auf der A59 bei Duisburg bröckle er schon nach vier Jahren. Für Reparaturarbeiten habe die Autobahn gesperrt werden müssen. Erneuerungsarbeiten seien auch bei der A40 und der A3 nötig gewesen.

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