Situation am Isen-Wehr bleibt kritisch

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Schwindegg - Die undichte Stelle am Isen-Wehr ist zwar weitgehend gestopft. Doch immer noch herrscht Einsturzgefahr, die Gefahr für Anwohner und Fischwelt ist noch nicht gebannt.

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Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat in den vergangenen Tagen vor der Stauanlage Marketsmühle mit schweren Wasserbausteinen und Kies die undichten Stellen an der Flusssohle, die dazu geführt hatten, dass der Stauwasserspiegel rapide abgesunken war, weitgehend verschlossen.

Das Wasser der Isen fließt nun durch die geöffneten Schützen der Wehranlage. Wie Flussmeister Robert Wimmer vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, der die Arbeiten vor Ort leitet, mitteilte, besteht erhebliche Einsturzgefahr für das Bauwerk. „Die Anlage darf weiterhin auch nicht von Fußgängern betreten werden," warnte Wimmer. Wie ein Baugrundgutachter und ein Statiker mitgeteilt hätten, ließen die massiven Ausspülungen unter der Stauanlage nicht zu, den Stau der Isen am Wehrbauwerk selbst wieder zu errichten. Deshalb müsse nun circa 30 Meter flussaufwärts eine Steinschwelle gebaut werden.

Vor Ort: Das Isen-Wehr

Vor Ort: Isen-Wehr mit wenig Wasser

In den nächsten Tagen werden dazu Wasserbausteine antransportiert und mit schwerem Gerät eingebaut. Aussagen zu den Auswirkungen der plötzlichen Wasserspiegelabsenkung können derzeit noch nicht getroffen werden. Zur Beweissicherung wurde der Bauzustand an den von der Absenkung betroffenen Häusern im Ortsteil Wörth von einer Fachfirma dokumentiert. Vom fischereilichen Zustand der Isen und der Altwässer macht sich derzeit ein Fischereisachverständiger ein Bild. Mit Unterstützung des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim wurden Sofortmaßnahmen durchgeführt, damit die Auswirkungen auf die Fischwelt so gering wie möglich bleiben. Die Flussmeisterstelle Wasserburg hat dazu eine schwere Tauchpumpe zur Versorgung eines Altwassers mit Frischwasser installiert. Dadurch wird das Überleben der im Altarm befindlichen Fische bis zum Wiederaufstau der Isen gesichert.Sollte das Wetter stabil bleiben, werden die Bauarbeiten an der Steinschwelle in circa zwei Wochen abgeschlossen sein.

 

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Rosenheim

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