Projekt der Wehren Schwindegg und Schwindkirchen

"Ziel ist, Frauen in der Feuerwehr sichtbarer zu machen"

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Die Feuerwehrfrauen der Wehren Schwindkirchen und Schwindegg organisieren seit 2015 einen gemeinsamen Kalender. 
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Schwindegg/Schwindkirchen - In einem gemeinsamen Projekt geben die Wehren der beiden Orte heuer die dritte Auflage ihres Feuerwehrfrauen-Kalenders heraus. Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtet eine der Organisatorinnen über die Idee dahinter.

"Nur ungefähr neun Prozent der Feuerwehrleute in Deutschland sind Frauen. Wir finden, das ist viel zu wenig! Frauen sind bei der Feuerwehr genauso wichtig und am richtigen Platz wie Männer", erklärt Marianne Westenthanner von der Freiwilligen Feuerwehr Schwindkirchen im Gespräch mit innsalzach24.de. Zusammen mit Jassy Sauer von der Wehr Schwindegg ist sie die Hauptorganisatorin des Kalenders und unter anderem für die Gestaltung und den neuen Webauftritt zuständig. "Ziel ist, Frauen in der Feuerwehr sichtbarer zu machen. Unsere beiden Wehren organisieren ihn gemeinsam."

Alle Infos zu dem Kalender finden Sie hier

Es gibt ihn seit 2015 und 2020 zum dritten Mal. Denn die Kalender gibt es nur alle zwei Jahre und dann auch nur in einer limitierten Auflage. Die Gewinne aus dem Verkauf kommen den beiden Wehren, für Nachwuchsarbeit, Ausrüstung und ähnliches zu Gute. Heuer gab es sogar eine besonders in der Stückzahl reduzierte Sonder-Edition. Die Gewinne daraus gingen an Paulinchen e.V., eine Initiative für brandverletzte Kinder. "Leider ist diese schon komplett vergriffen. Auch der 'Standard'-Kalender wird stark nachgefragt, es sind nicht mehr viele übrig", berichtet Westenthanner.

Feuerwehrfrauen-Kalender ein Erfolgsprojekt

"Die Idee für einen Kalender gab es schon länger", erzählt Westenthanner, die auch selbst darin zu sehen ist. Sie ist Technikjournalistin und seit 2013 in der Feuerwehr Schwindkirchen. Seit 2018 ist sie auch Doppelmitglied in Schwindegg."Solche Kalender sind ja keine Seltenheit. Meistens sind darin aber Männer zu sehen. Mehr im Spaß kam dann die Idee auf, einen Kalender mit uns Feuerwehrfrauen zu machen." Anfangs seien sie nur zu sechst gewesen. Seitdem sei die Zahl der Mitwirkenden immer mehr gestiegen.

Die Feuerwehrfrauen in einer kleinen Pause der Fotoaufnahmen.

"Auch die Zahl der Feuerwehrfrauen in beiden Wehren nimmt inzwischen ordentlich zu", berichtet sie. "Es ist also in jeder Hinsicht eine absolute Erfolgsgeschichte." Die Spendenbereitschaft bei der Aktion sei auch in diesem Jahr wieder beachtlich gewesen. "Daher sind wir schon am Überlegen, ob es nicht vielleicht noch eine zusätzliche Aktion geben soll ..."

hs

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