Schwindegg ist gut für Familien

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Die Freude über das Abschneiden beim Wettbewerb "Familienfreundliche Gemeinde" war groß. Die Sieger von links: Maitenbeths Bürgermeister Josef Kirchmaier, Schwindeggs Bürgermeister Dr. Karl Dürner, Landrat Georg Huber und Kraiburgs Familien- und Bildungsbeauftragte Petra Jackl.

Mühldorf - Die Gemeinde Schwindegg ist die familienfreundlichste Gemeinde im Landkreis Mühldorf. Dies ist das Ergebnis des Wettbewerbs "Familienfreundliche Gemeinde".

Den hat das Mühldorfer "Netz für Generationen" im Landkreis durchgeführt.

16 Städte und Gemeinden des Landkreises haben sich an diesem Wettbewerb beteiligt. Auf den zweiten Platz kam die Gemeinde Maitenbeth und den dritten Platz erreichte der Markt Kraiburg.

Die Jury war der Auffassung, dass die Gemeinde Schwindegg die Wettbewerbsziele am besten in ihrem Konzept umgesetzt hat. Die Gemeinde Maitenbeth erhält als Zweiter 7000 Euro, die zweckgebunden für die Umsetzung der Wettbewerbsziele verwendet werden sollen. Der Markt Kraiburg kann sich über 3500 Euro freuen.

Landrat Georg Huber stellte bei der Preisverteilung im Sitzungssaal des Landratsamtes heraus, dass die Gesellschaft starke Familien brauche. Dafür müssten Städte, Gemeinden, der Landkreis, Wirtschaftsbetriebe, Sozialeinrichtungen und Kirchen an einem Strang ziehen. "Familienfreundlichkeit kann nicht einfach angeordnet werden, sondern muss vor Ort passgenau entwickelt, umgesetzt und gelebt werden." Huber machte deutlich, dass dieser Bereich interkommunale Zusammenarbeit verlange. Er bescheinigte den 16 teilnehmenden Gemeinden, dass sie sich konstruktiv mit den Anforderungen des Wettbewerbs auseinandergesetzt hätten. "Die Kompetenz der Akteure vor Ort und die gemeinsame Kraftanstrengung der Gemeinden brauchen wir, damit Wege gefunden werden, wie wir Familien, vom Säugling bis zum Greisenalter, noch bedarfsgerechter unterstützen können."

Den Wettbewerb hat die Arbeitsgemeinschaft Otto Kurz und Andreas Raab konzipiert und durchgeführt. Leader-Managerin Angela Vaas betonte, dass der Landkreis auf dem Weg zu einem familienfreundlichen Landkreis vorbildlich arbeite. "Alle Gemeinden, die teilgenommen haben, sind Gewinner, auch wenn sie nicht unter den Preisträgern sind." Die Wettbewerbsergebnisse sollen in einer Dokumentation dargestellt werden. In fast allen Konzepten, betonte Raab, habe Nachbarschaftshilfe eine große Rolle gespielt. "Damit können wir mit einem konkreten Ansatz die weitere Arbeit in diesem Bereich abstimmen. Es muss am Ende eine tragfähige Lösung herauskommen", machte Raab deutlich.

Landwirtschaftsdirektor Josef Kobler, Mitglied der Jury, betonte, dass sich die Teilnahme für alle Gemeinden gelohnt habe. "Wir haben von den Gemeinden fundierte Ergebnisse ihrer Planung bekommen. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass konkrete Maßnahmen anstehen."

Der Wettbewerb ist ein Teil der Strategie des Mühldorfer Netzes, ein "Netz der Generationen" aufzubauen und damit die Entwicklung zu einem familienfreundlichen Landkreis zu fördern. Der Begriff familienfreundlich schließt alle Generationen von Kleinkindern bis zu alten Menschen ein. Gerade in der ländlichen Struktur ist das Alltagsleben der Menschen eng mit der Gemeinde verbunden.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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