Feuerwehr übernimmt 50 Prozent der Kosten - Viele Besucher beim Weinfest und Tag der offenen Tür

Feuerwehr Heldenstein feiert Einweihung

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Bei einer Einsatzübung wurden das Löschen eines Autos und die Personenbefreiung mit Spreizer und Schneidgerät demonstriert. 

Heldenstein - Die Feuerwehr Heldenstein feierte am Wochenende die Fertigstellung des neuen Schulungsraumanbaus und konnte sich dabei über zahlreichen Besuch aus der Bevölkerung freuen.

Höhepunkt des Wochenendes war die Einweihung und kirchliche Segnung der neuen Räumlichkeiten. Mit einem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Martin Ringhof und Diakon Josef Breiteneichner, in der Pfarrkirche St. Rupert begann die Einweihung. Pfarrer Martin Ringhof stellte die Bedeutung und die Tätigkeit der freiwilligen Feuerwehr heraus.

Bürgermeister Helmut Kirmeier (links) übergab Kommandant Werner Müller symbolisch den Schlüssel.

Gerade hier komme die Nächstenliebe zum Tragen. Den Feuerwehrleuten sei es egal, ob sie denjenigen, der Hilfe braucht, kennen oder mögen. Zu jeder Zeit seien sie bereit, anderen unentgeltlich Hilfe zu leisten und ihre eigene Freizeit zu opfern.

Ein Festzug unter Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehren Lauterbach, Weidenbach und Rattenkirchen sowie zahlreicher Ortsvereine mit deren Fahnenabordnungen führte die Heldensteiner Feuerwehr und die Geistlichkeit zum Feuerwehrhaus. Dort segnete Pfarrer Martin Ringhof den neu errichteten Anbau.

Bürgermeister Helmut Kirmeier ließ den Werdegang des neuen Anbaus Revue passieren. Schon in der Amtszeit seines Vorgängers, Altbürgermeister Josef Müller, sei das Thema Neubau präsent gewesen und die Weichenstellung hierfür erfolgt. Schließlich sei es gelungen, einen Neubau zu errichten, der den Bedürfnissen einer modernen Feuerwehr gerecht werde und auch optisch wieder ins Gesamtbild passt.

Der Dank des Bürgermeisters galt all denen, die den Neubau durch Rat, Tat und Spenden unterstützten. Möglich wurde die Baumaßnahme nicht zuletzt durch die Beteiligung des Feuerwehrvereins, der sich mit 50000 Euro an den Baukosten beteiligte und so in etwa die Hälfte der Kosten bestritt.

Den Dank an die zahlreichen Feuerwehrangehörigen, die den Abriss des alten Ge-bäudetraktes und den Neubau nahezu ausschließlich in Eigenleistung bewältigten, richteten in ihren Ansprachen sowohl Bürgermeister Kirmeier, als auch Kommandant Werner Müller und Vorstand Josef Höpfinger. Kommandant Werner Müller war stolz, dass es den Feuerwehrleuten neben dem aktiven Dienst gelungen sei, den Bau zu errichten.

Kreisbrandrat Karl Neulinger wies unter anderem darauf hin, wie hoch die Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehr zu werten sei. Erst vor zwei Wochen, so Neulinger, wurde die Heldensteiner Feuerwehr zunächst zur Straßenabsperrung und Beseitigung einer Ölspur zu einem Verkehrsunfall auf der B12 bei Küham alarmiert. Was sich anfangs als Routineeinsatz ankündigte, habe sich zu einem zehnstündigen Einsatz entwickelt.

Unter anderem habe sich herausgestellt, dass einer der beteiligten Lkw umweltgefährdende Stoffe geladen hatte. Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm fand nach dem Mittagessen der Tag der offenen Tür statt. Zahlreiche Schauübungen boten den interessierten Besuchern die Möglichkeit, sich ein Bild vom Leistungsspektrum der Feuerwehr zu machen. Nach einem simulierten Verkehrsunfall musste von der Feuerwehr zunächst der in Brand geratene Wagen von der Heldensteiner Feuerwehr gelöscht werden, ehe die zwei Fahrzeuginsassen fachgerecht mit Spreizer und Schneidgerät aus dem Wrack gerettet wurden.

Die Jugendfeuerwehr demonstrierte in ihrer Schauübung, welche Anforderungen an sie bei den Jugendwettkämpfen gestellt werden.

Lehrreich und interessant waren für die Besucher auch die Demonstrationen, wie der Löschversuch mit Wasser bei Fettbränden zur Fettexplosion führt oder es in anderen Situationen zu einer Staubexplosion kommen kann. Wer wollte, hatte dann auch die Gelegenheit, selbst einmal die Handhabung eines Feuerlöschers zu üben und Löschversuche zu unternehmen. Die Feuerwehr Weidenbach zeigten den Besuchern ihr modernes Löschfahrzeug, das derzeit das jüngste in der Gemeinde Heldenstein ist.

Bereits am Vorabend waren zahlreiche Gäste der Einladung der Feuerwehr zum Weinfest in der Fahrzeughalle gefolgt. Bei musikalischer Umrahmung verbrachten die Besucher mit der Heldensteiner Feuerwehr einige fröhliche Stunden.

jhg / Mühldorfer Anzeiger

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