Schlüpfrige Gleise: 80 Minuten Verspätung

Mühldorf - Die schlechten Nachrichten rund um die Südostbayernbahn reißen nicht ab. Am Mittwochabend hieß es wieder einmal: Verspätung auf der ganzen Linie.

Ursache war ein Güterzug, der zwischen Hörlkofen und Thann-Matzbach nur im Schritttempo vorankam, weil die Räder der Lokomotive durchdrehten. Herbstlaub habe die Gleise schlüpfrig gemacht, erklärte SOB-Chef Christoph Kraller. Selbst der Sand habe gegen die schmierigen Verhältnisse nichts ausrichten können. An einer möglichen Überladung oder zu schwach dimensionierten Lokomotive habe es nicht gelegen.

80 Minuten blockierte der Zug die eingleisige Strecke. Doch es blieb nicht die einzige Hiobsbotschaft für die Verantwortlichen und Reisenden an diesem Abend: Die Pendler, die von München in Richtung Mühldorf unterwegs waren, wurden aufgefordert, mit der S-Bahn bis Markt Schwaben zu fahren. Ein Suizid am Leuchtenbergring warf diese Pläne und die zeitliche Abstimmung mit den Anschlusszügen wieder über den Haufen. Reisende, die von Mühldorf kommend im Zug festsaßen, wollte die SOB mit Taxis weiterbefordern. Doch auch dieser Plan scheiterte: „Aufgrund eines Feuerwehreinsatzes steckten die Taxis aber im Stau“, sagte Kraller und räumte ein: „Es war wie verhext.“

ha

Rubriklistenbild: © dpa

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