Schiefertafel und Laptop

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die fünften Geschichtstage im Landkreis können kommen: Landrat Georg Huber wirft mit Museumsleiterin Dr. Susanne Abel einen Blick ins Programm.

Mühldorf - Die Geschichtstage im Landkreis Mühldorf werfen ihre Schatten voraus. Nun steht das Programm für die 47 Veranstaltungen fest.

Das Thema: "Schule und Bildung". 36 Seiten ist das Programmheft dick, das in diesen Tagen im Landkreis verteilt wird. Unter anderem wird es über das Schulamt an alle Grund- und Hauptschüler verteilt. Die Auflage ist mit 35000 Stück gewaltig. "Die Ausrede, dass niemand von den Veranstaltungen gewusst hat, gilt also nicht", erklärt Museumsleiterin Dr. Susanne Abel, die sich für die Zusammenstellung des Programms verantwortlich zeichnet.

Schon auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Infobroschüre im Kreismuseum Lodronhaus war das Interesse groß, erste Exponate wie Schiefertafeln, Ranzen oder eine alte Schulbank machten Lust auf mehr. Der Dank von Landrat Georg Huber ging an alle, die mitgeholfen haben. "Uns geht es darum aus der Geschichte zu lernen und mit der Geschichte zu leben, um künftig aktiv Geschichte zu schreiben."

"Lernen" und "Schreiben" sind gute Stichworte im Zusammenhang mit den fünften Geschichtstagen, denn die Verantwortlichen haben das Thema Schule und Bildung in den Vordergrund gestellt - und wollen es aus möglichst vielen verschiedenen Richtungen beleuchten. Die Resonanz aus den Gemeinden war groß. An 24 Orten im Landkreis finden Veranstaltungen statt. "Von den 31 Gemeinden beteiligen sich immerhin zwölf", erklärt Dr. Susanne Abel. "Wir haben also noch Luft nach oben, was die sechsten Geschichtstage betrifft."

Nun stehen aber erst einmal die fünften an, den Auftakt macht am Donnerstag, 6. Oktober, die Eröffnungsveranstaltung in der Mittelschule in Gars. Unter anderem wird Professor Max Liedtke in seinem Vortrag "Warum hat Schule "Schule" gemacht - Das Beispiel Bayern 1800 bis 2001" den historischen Rahmen abstecken. Weitere Vorträge folgen, unter anderem spricht Helmut Rasch über seine Erinnnerungen als Schüler einer Napola (wir berichteten) und Professor Dr. Joachim Wild referiert über die Hofmark Schwindegg und ihre Schule.

Darüber hinaus warten zahlreiche Ausstellungen auf die Besucher - zum Beispiel über die ehemalige Landwirtschaftsschule in Mühldorf, über die Waldkraiburger Schulnamen und ihre Bedeutung, über die Buchbacher Schulgeschichte oder über die Katholischen Mädchenschulen auf dem Land.

Das ist aber längst nicht alles: Ein Theaterstück mit dem Kulturschuppn taucht in dem Programm ebenso auf wie Zeitzeugengespräche, Ehemaligentreffen, Lesungen und - generationenübergreifend - eine Mitmach-Veranstaltung für Kinder und Großeltern. Die Schüler-Projekte nicht zu vergessen: So organisieren beispielsweise Gymnasiasten aus Waldkraiburg Führungen am Bunkergelände im Mühldorfer Hart.

Mit rund 10000 Euro schlagen die Geschichtstage im Museumsbudget zu Buche. "Diese Kosten entstehen vor allem für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit", betont Abel. Dazu kommen Aufwendungen in den einzelnen Gemeinden für Ausstellungen oder Projekte. "Der Betrag an sich ist zweitrangig", betont Landrat Huber. "Denn die Leistung der Ehrenamtlichen ist ohnehin unbezahlbar. Und darüber hinaus geben uns die Geschichtstage die Möglichkeit, die gute Arbeit, die schon jetzt in den Gemeinden geleistet wird, auch einmal als ganzes in den Mittelpunkt zu rücken."

Das Programm der Geschichtstage im Internet: www.lra-mue.de.

ha/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser