Viel Lob, hohe Erwartungen

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Gedränge herrschte bei der Bestenehrung des diesjährigen Abiturjahrgangs durch Schulleiter Räde. Wenn gerade niemand geehrt wurde, musizierten Schüler, darunter die Abi-Band (kleines Bild).

Mühldorf - 96 junge Frauen und Männer machten sich im Mai auf, die Reifeprüfung am Mühldorfer Gymnasium abzulegen, 96 konnten am Freitag ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

Zu Zeiten von Thomas Mann im 19. Jahrhundert, daran erinnerte Schuldirektor Anselm Räde, machten nur wenige Abitur, Mädchen waren darunter nicht zu finden. Bei der gestrigen Zeugnisübergabe des Rupertigymnasiums lagen die Mädchen dagegen leistungsmäßig deutlich an der Spitze.

"Das erlebt auch ein Schulleiter nicht so häufig", freute sich Räde in seiner Festansprache, dass alle bestanden haben. Ein Viertel davon, 24, blieben gar unter dem Notendurchschnitt von 2,0, 14 Mädchen und zehn Buben. Und gleich zwei, Anna-Lisa Behnke und Veronika Widmann schlossen glatt mit 1,0 ab, als Lohn gab es den Rupertitaler. "Sie alle werden Ihren Weg finden, dass ist meine Hoffnung und die Ihrer Eltern", sagte Räde und betonte, wie hoch die Erwartungen an die Abschlussschüler seien: ob Bürgermeister oder Nobelpreisträger: "Ich habe Ihnen unser Anforderungsprofil deutlich vor Augen gestellt", formulierte er "hohe Ziele für einen guten Jahrgang".

Auch Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch machte klar, dass das Ende der Schulzeit eher ein Anfang ist. "Sie haben viel erreicht", gratulierte er. "Aber das ist kein Freibrief, sondern ein Auftrag der Gesellschaft, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen."

Die Abi-Band

Zurück blickten dagegen die Schüler. Der Sprecher der Schülermitverwaltung, Alexander Braun, zählte launig von 13 runter und verband mit jeder Zahl ein Schulerlebnis: "Das ist jetzt auch vorbei." Die Vertreterinnen der Abiturienten, Sina Baierlein und Waltraud Rottach, verglichen die Schule mit dem Schwimmenlernen gegen den Strom und fanden sich schließlich als "Freischwimmer im großen weiten Meer der Berufsbildung" wieder".

Glückwünsche überbrachten auch Dr. Georg Gafus vom Förderverein und der Elternbeirat. "Das Abitur ist der Lohn für Ihre Arbeit, Sie dürfen stolz auf sich sein", sagte Vorsitzende Petra Lang. "Es ist der Grundstein für Ihr weiteres Leben, was Sie daraus machen, entscheiden Sie selbst."

Die Abiturfeier im Stadtsaal war geprägt von vielen Ehrungen und Auszeichnungen. Unter den Geehrten war die Redaktion der Schülerzeitung "Innfloh". Sechs Mitglieder verlassen mit ihrem Abitur die so erfolgreiche Zeitung, wie Betreuungslehrer Christian Böhm bedauernd berichtete. Waltraud Rottach und Veronika Schmidt erhielten ein besonderes Dankeschön, weil sie es geschafft haben, einen Sanitätsdienst aufzubauen.

Wie in jedem Jahr gestalteten die Schüler auch den Festakt künstlerisch. Mit Ragtime am Klavier, einem Sketch um Alice Coopers "School's out for summer" gaben sie dem Tag einen fröhlichen Rahmen.

Viele Abiturienten begingen den Tag im Kreise ihrer Eltern und Verwandten, bevor die Schulzeit abends mit dem Abiturball im Stadtsaal ausklang.

Kurze Interviews mit den neun besten Abiturienten, deren Notenschnitt besser ist als 1,5, lesen Sie auf dieser und der nächsten Seite.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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