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Musiknacht-Show

Rockmusik funktioniert auch mit Ziach und Tuba: Musiknacht-Show bald unter freiem Himmel?

„All About The Base“ in einer gelungenen Postmodern-Jukebox-Version: Tubist Matthias Hoffmann (rechts) gibt bei Starmix den Bass und Julia Falke schmachtet durch das Mikro.Enzinger
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„All About The Base“ in einer gelungenen Postmodern-Jukebox-Version: Tubist Matthias Hoffmann (rechts) gibt bei Starmix den Bass und Julia Falke schmachtet durch das Mikro.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Drei Kritische, drei Bands und drei hochrangige Landespolitiker: Sie alle waren bei der Vatertags-Ausgabe der Mühldorfer Musiknacht-Show zu Gast im Café Orange in Mühldorf, die diesmal in knapp 220 Wohnzimmer übertragen wurde. Vielleicht bald wieder vor Live-Publikum?

Mühldorf – Gastgeber Andreas Seifinger führte am Donnerstag kurzweilige Gespräche mit den „Drei Kritischen“, die sich nach der Premiere der Mühldorfer Musiknacht-Show vor fünf Wochendieses Mal aus Bauunternehmer Rupert Rigam, Andrea Streiter vom Tourismusverband Inn-Salzach und Mühldorfs Landrat Max Heimerl zusammensetzten, während die Hausband „Newcomer“ auf der Livebühne Rocksongs und Balladen von einst und jetzt präsentierten.

„For You“ erfüllt Zuhörerwünsche

Das Duo „For You“ mit Schlagersängerin Eva Luginger und ihrem Vater Ulli Luginger bot Countrysongs, ließ CCR-Nostalgie aufleben, agierte interaktiv mit den Zuschauern und ging auf Liedwünsche ein. Zwischendrin: die musikalische Clownin „Imma Fröhlich“, die mit Akkordeon einen ganz besonderen Zwiefachen brachte.

Raffinierte Arrangements von „Starmix“

Raffinierte Arrangements brachten „Starmix“ mit Rainer Amasreiter, Walter Fischer, Matthias Hoffmann und Sängerin Julia Falke auf die kleine Bühne. Die Profimusiker bewiesen, dass sich „Kings Of Leon“ auch in einer Tubaversion gut anhören (siehe Video unten). Angelehnt an die „Postmodern Jukebox“ gab Matthias Hoffmann am schweren Blech den Rhythmus vor, während Rainer Amasreiter zeigte, dass der Rockklassiker „Don‘t Stop Believin‘“ auch mit einer Diatonischen funktionieren kann.

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Barkeeper Christoph Mirz mixte passend zum Vatertag einen „Daddy‘s Collins“ mixt und hatte dabei einen prominenten Zuschauer. Kabarettist Wolfgang Krebs gab eine spontane Kostprobe seiner Wandlungsfähigkeit, feixte via Online-Konferenzschaltung mit Moderator und Gastgeber Andreas Seifinger in seiner Rolle als Laschet-Wadlbeißer Söder, berichtete als Hubert Aiwanger über dessen Kanzlerschaftsambitionen und stotterte in bester Stoiber-Manier über die Vorteile des zweigleisigen Bahnausbaus nach München: „Sie steigen am Hauptbahnhof ein. Und in zehn Minuten! Weil das doch klar ist!“

Tochter und Vater machen am Vatertag Musik: Eva Luginger und Vater Ulli, den man als früheren Frontmann von den „Moosner“ kennt.

DFB-Pokalfinale als Konkurrenz

In seiner Rückschau auf die zweite Musiknacht-Veranstaltung zeigte sich Seifinger über die Resonanz an den Bildschirmen zu Hause zufrieden, zumal die Show mit dem DFB-Pokalfinale eine starke Konkurrenz hatte. „Vielleicht sollten wir zukünftig Feiertage meiden. Aber 220 Wohnzimmer ist ein gutes Zeichen, darauf lässt sich weiter aufbauen.“

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Hat sich via Videokonferenz viel Zeit genommen, um drei Landespolitiker darzustellen: Kabarettist Wolfgang Krebs als Landesvater Dr. Markus Söder.

Neues Konzept mit konzentrierten Musikblocks

Die konzentrierten Musikblocks – zu Beginn der Show mit der Newcomer-Hausband „Newcomer“ und zum Ende abwechselnd „For You“ und „Starmix“ hätten sich bewährt, „weil es einfach mehr das Thema Musiknacht abbildet“.

Broadway-Show im Haberkasten-Innenhof?

Die nächste Musiknacht unter dem Motto „From Broadway to L.A.“ wäre für 10. Juni geplant gewesen. Seifinger denkt aber darüber nach, ob man im Sommer diese Veranstaltung nicht besser nach draußen vor Publikum in den Haberkasten-Innenhof verlegen sollte, von wo sie auch übertragen werden könnte. „Dazu ist noch keine Entscheidung getroffen. Auch terminlich!“

Überlegungen für Musiknacht im Herbst – wie früher

Eine weitere Überlegung wäre, diesen dritten Block in den Herbst zu planen. Seifinger hat den traditionellen Termin der Musiknacht im Blick, den dritten Samstag im Oktober. An diesem Termin wurde in sämtlichen Lokalen Musik gemacht. Meistens überfüllt, aber mit bester Stimmung (siehe Video „Suspicious Guys“ im Hallenbad 2019). In Zeiten von Corona nahezu undenkbar.

Vorstellbar wäre dennoch, dass – je nach Corona-Lage – in dem einen oder anderen Lokal wieder eine Band spielen könnte. „Aber das ist alles tatsächlich noch Zukunftsmusik“, sagt Seifinger.

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