Realistisches Berufsbild ist unerlässlich

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Vor allem junge Mitarbeiter von Firmen informierten Jugendliche gestern über die Arbeit in ihrem Betrieb.

Töging - Ansturm auf die Bildungsmesse im Industriepark Inntal: Zahlreiche Schüler informierten sich über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein realistisches Berufsbild ist dabei von Nöten.

Ansturm auf die Bildungsmesse im Industriepark Inntal: Schüler aus der Region informierten sich bei 96 Ausstellern über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Handwerk, Hightech-Industrie und Hochschulen.

Die Bildungsmesse gibt nicht nur jungen Leuten Gelegenheit, sich über Berufe zu informieren. Sie ermöglicht auch Firmen, sich positiv darzustellen.

Die mittlerweile sechste Bildungsmesse der Landkreise Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn will, wie Atlöttings Landrats Erwin Schneider bei der Eröffnung sagte, Jugendlichen bei der Berufswahl helfen. Neben diesem ursprünglichen Ziel habe die Bildungsmesse inzwischen ein neues: Betrieben eine Werbemöglichkeit zu bieten, um sich den seltener werdenden Ausbildungswilligen zu präsentieren.

Dementsprechend sind die Investitionen der Firmen in die Bildungsmesse: Auf etwa 35.000 Euro bezifferte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Anton Steinberger, die Höhe der Ausgaben „Der Fachkräftemangel wird sich verstärken“, sagte Schneider. Deshalb biete die Messe auch Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten an Hochschulen.

„Die Jugendlichen werden bei der Berufswahl kritischer“, sagte Ingrid Kaindl vom Bayerischen Sozialministerium. Wichtig seien das Image einer Firma, ebenso wie berufliche Sicherheit und Chancen auch über die Ausbildungszeit hinaus. Kaindl forderte Unternehmen auf, Jugendlichen ein konkretes und realistisches Bild des Ausbildungsberufes zu vermitteln und „nicht nur die Schokoladenseite“ zu zeigen. Unklare und romantische Vorstellungen sollten korrigiert werden.

Kaindl appellierte auch schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben. Alle Jugendlichen sollten bestmöglich qualifiziert werden, Ausgebildete sich weiterbilden. "Wer stehen bleibt, fällt zurück", sagte Kaindl.

Nach Angaben von Ausstellern hat sich das diesmal dezentrale Ausstellungskonzept bewährt: Neben einem Messezelt stehen auch das Kulturzentrum Kantine und ein Seminarzentrum als Messeorte zur Verfügung.

Die Bildungsmesse ist am Samstag zwischen acht und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen im Internet: www. bildungsmesse-suedostbayern.de.

Berichte und Bilder auch auf der nächsten Seite.

rob/Mühldorfer-Anzeiger

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