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Spenden sammeln für ein Hilfsprojekt

400 Kilometer für den guten Zweck: Rattenkirchenerin pilgert auf dem Jakobsweg

Die Ausrüstung steht: Kirsten Meier macht sich schon bald auf Richtung Portugal, um von Porto auf dem Jakobsweg bis ans Kap Finisterre und weiter nach Santiago de Compostela in Spanien zu wandern.
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Die Ausrüstung steht: Kirsten Meier macht sich schon bald auf Richtung Portugal, um von Porto auf dem Jakobsweg bis ans Kap Finisterre und weiter nach Santiago de Compostela in Spanien zu wandern.

1000 gute Gründe um zu laufen: Für Kirsten Meier reicht aber ein einziger, der sie antreibt, allein auf dem Jakobsweg von Porto in Portugal ans Kap Finisterre in Spanien zu wandern. Sie will damit Spenden für ihr Hilfsprojekt „Super-Bonny und ihre Freunde“ sammeln.

Rattenkirchen – Rucksack, Wanderschuhe Zelt, Isomatte und Schlafsack – die wichtigsten Dinge hat Kirsten Meier schon zusammen. Am 19. Juni startet ihre Reise in Richtung Porto. Von dort aus will sie rund 400 Kilometer weiterwandern, bis ans „Ende der Erde“, was Finisterre übersetzt bedeutet. Allein. Anders als es ursprünglich geplant war.

Bis ans Ende der Erde wandern

„Gemeinsam mit meinem besten Freund Jürgen wollte ich auf dem Jakobsweg pilgern. Das hatten wir uns schon vor Jahren vorgenommen, aber es hat nie geklappt“, sagt Kirsten Meier. Jürgen war selbst schon viermal beim Pilgern. Dieses Jahr sollte es endlich klappen, die Vorbereitungen liefen bereits. „Wir hatten schon die Pilgerausrüstung gekauft“, sagt sie. Doch ihr bester Freund ist unheilbar an Krebs erkrankt, trotzdem hielt er lange Zeit an den Plänen fest. „Das gab ihm Kraft“, sagt Kirsten. Doch sein Zustand hat sich in den vergangenen Monaten immer mehr verschlechtert, sodass Kirsten Meier nun ohne ihn gehen muss. Aber in Gedanken mit ihm.

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„Es war sein größter Wunsch, dass wir gemeinsam ans Ende der Erde gehen.“ Dieses Jahr hatte sich angeboten, weil es ein heiliges Jahr ist. Vier Wochen hat sie eingeplant, dass sie für die 400 Kilometer brauchen wird. „Aber bislang ist nur die Hinfahrt geplant, ich bin also ohne Druck und Stress unterwegs.“ Anstrengend könnte höchstens die Anreise werden. Weil Kirsten Meier kein großer Freund vom Fliegen ist, reist sie mit dem Bus nach Porto. Insgesamt 37 Stunden dauert die Fahrt, die sie über Paris nach Portugal führt.

Unabhängig mit dem Zelt

Auf welchen Pfaden es dann für sie weitergeht, auch da will sie sich vorab nicht genau festlegen. „Ich werde an der Küste wandern, aber sicherlich mal ins Landesinnere schwenken.“ Damit sie nicht vor verschlossenen Herbergstüren steht, hat die 46-Jährige ein kleines Zelt im Gepäck. Damit ist sie unhängig. „Wegen Corona sind bislang nur wenige Pilger unterwegs, und beim Reisen soll es noch viele Probleme geben. Mit Corona wird das Pilgern doppelt schwer.“ Sie freut sich auf die Begegnungen mit anderen Menschen und nimmt dafür gerne die Strapazen auf sich. Immerhin geht es für sie um einen guten Zweck.

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Kinder und Tiere liegen ihr besonders am Herzen. Gemeinsam mit Jürgen wollte sie daher auf ihrer Pilgerreise Spendengelder für ein Kinder-Hilfsprojekt sammeln. Erst vor kurzem hat Kirsten Meier mit einer Bekannten das Buch „Superbonny und ihre Bande“ geschrieben. Den gleichen Namen trägt nun auch ihr Spendenprojekt. Auf ihrem Weg durch Portugal und Spanien will Kirsten Meier Geld sammeln, um damit ein Hilfsprojekt im Landkreis Mühldorf zu unterstützen. Ein Teilerlös des Buches soll dem auch zugutekommen.

Sie will ihre Versprechen halten

Ihr Mann Markus unterstützt sie bei ihrem Projekt, wo er nur kann. Sie auf ihrer Pilgerreise begleiten kann er allerdings nicht: „Er kann sich leider nicht so lange freinehmen.“

Dass sie sich nach den vielen Jahren, in denen sie mit ihrem besten Freund Jürgen den Jakobsweg gehen wollte, nun allein auf dem Weg macht, verunsichert sie nicht: „Mich kann nichts davon abbringen. Dieses Versprechen habe ich Jürgen gegeben und das halte ich auch.“ Markus und Jürgen hätten ihr Mut zu diesem Projekt gemacht. Auf ihrer Facebook-Seite Kirsten.schreibt und über Instagram ki_fromba will sie posten, wie weit sie bislang schon gekommen ist. Dabei hofft sie natürlich, mit jedem Kilometer Kindern eine Freude machen zu können. 400 liegen vor ihr, aber Kirsten Meier ist zuversichtlich: „Ich weiß, dass ich es schaffe.“

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