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Salafistenprediger Sven Lau muss fünfeineinhalb Jahre in Haft

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ÖDP glaubt nicht an ewiges Wachstum

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Rattenkirchen - Die Ölförderung hat ihren Höhepunkt erreicht. Deshalb meinte ÖDP-Vorsitzender Frankenberger in Rattenkirchen, dass kein unendliches Wachstum möglich ist.

Die Ölförderung habe ihren Höhepunkt erreicht, genauso wie die Gewinnung aller anderen Rohstoffe. Nach Ansicht vom ÖDP-Vorsitzenden Sebastian Frankenberger ist kein unendlich weitergehendes Wachstum möglich.

Das sagte der ÖDP-Bundesvorsitzende in Rattenkirchen. Gleichzeitig zeigte er Wege auf, die nach seiner Ansicht "Wohlstand ohne Wachstum" bringen: "Auf einem begrenzten Planeten ist keine unendliche Steigerung des Bruttosozialprodukts möglich."

Frankenberger sieht den Systemfehler darin, Krisen durch Wachstum bewältigen zu wollen. "Allmählich gehen uns die Rohstoffe aus. Ob Öl, Gas oder seltene Erden, die Rohstoffe werden knapp." Frankenberger glaubt, dass das EU-Parlament machtlos sei und verwies auf die enge "Verflechtung von EU-Bürokratie und Industrielobby". Angesichts der Klimakrise versuche die ÖDP, ein CO2 -Budget in die Diskussion zu bringen, das jedem Bürger pro Jahr zur Verfügung stehe. Als Zielmarke nannte er eine Reduzierung von aktuell zehn auf zwei Tonnen pro Einwohner und Jahr, um die Klimaerwärmung in einem erträglichen Maß zu halten. "Wer sein CO2-Budget nicht ausschöpft, weil er sich beispielsweise klimaschonend ernährt und seinen Urlaub im Bayerischen Wald statt auf den Malediven verbringt, der könne sein Budget demjenigen verkaufen, der unbedingt eine Flugreise machen möchte."

ÖDP-Kreisvorsitzender Reinhard Retzer betonte, dass sich Politik derzeit einzig und allein darin erschöpfe, eine Krise nach der anderen zu bewältigen, ohne die Ursachen für die Krisen in den Blick zu nehmen. Er spannte einen Bogen von der Wirtschaftskrise bis hin zu einer Gesellschaftskrise, die insbesondere die Institution Familie erfasst hat. "Mir zerreißt es das Herz, zusehen zu müssen, wie diese Fehlsteuerungen auf Landes- und Bundesebene die Haushaltsbeträge im Bereich des Amtes für Jugend und Familie auf Kreisebene zum Explodieren bringen", klagte er.

krl/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © pa

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