Qualitätsprobleme sind gelöst

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Drei Generationen freuen sich über die neuen Etiketten, einen Preis und das Ende der Qualitätsprobleme: Familie Unertl bei der Präsentation neuer Produkte.

Mühldorf - Die Auszeichnung kommt gerade zu einem guten Zeitpunkt: 1200 Radler der BR-Radltour haben das Mühldorfer Weißbier zum besten Bier während der Sommertour 2010 gewählt.

Normalerweise, berichtet Juniorchef Wolfgang Unertl, geht der Preis an die Brauerei in der Stadt, die die Radler zum besten Stopp ihrer Reise wählen. Den Titel erhielt im vergangenen Jahr Ditfurth, das beste Bier aber kommt aus Mühldorf.

Damit steht die Auszeichnung am Ende einer gut eineinhalb Jahre dauernde Periode, in der die Brauerei Unertl mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hatte. Immer wieder fanden sich Laktosebakterien im Bier, das weggeschüttet oder pasteurisiert werden musste. "Durch die Pasteurisierung unterscheidet sich unser Bier nicht mehr von denen der Großbrauereien", betont Unertl. Damit sei das "Lebendige und Unverfälschte des Lebensmittels" verloren gegangen, das zum Markenkern der Mühldorfer Brauerei gehört.

Erst im vergangenen Sommer entdeckte Wolfgang Unertl den Grund für die Bakterien, seitdem ist das Problem gelöst. Über den Grund der Verunreinigung mit Laktosebakterien möchte sich der Juniorchef derzeit allerdings noch nicht äußern.

Mit moderneren, klareren Etiketten und neuen Produkten geht die Weißbierbrauerei in dieses Jahr. So gibt es das Oberland Weißbier, das in der Kaffeerösterei Dinzler am Irschenberg ausgeschenkt wird. Außerdem arbeitet die Mühldorfer Brauerei an einem alkoholfreien Bier, das aber voraussichtlich erst Anfang des nächsten Jahres auf den Markt kommen wird.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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