Proteste gegen Mobilfunkmast

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Der eine hat ihn, der andere will ihn nicht: In Mößling gibt es Streit um einen Mobilfunkmast, der mitten im Dorf auf einem nicht mehr genutzten Stall steht.

Mühldorf - Seit einer Woche steht mitten in Mößling ein Mobilfunkmast der Firma 02. Anwohner attackieren den Hausbesitzer, auf dessen Bauernhof der Mast errichtet wurde.

Mühldorf - Hans Biermaier, auf dessen Elternhaus der Mast steht, hat mit Protesten gerechnet. "Mir war klar, dass es anfangs ärger gibt, aber der legt sich schon wieder." Schließlich wolle jeder mobil telefonieren - aber keiner den Mast auf dem Dach. "Das ist wie mit der Autobahn", sagt Biermaier, auf der jeder fahren, die aber niemand in seiner Nähe haben wolle.

Die Proteste sind offensichtlich.

Das geht im Falle des Funkmastens offensichtlich vielen Mößlingern so. An der Frixinger Kreuzung hängt ein "Nein Danke"-Plakat, Anrufer beklagen sich über den Mobilfunkmasten, bei der Sonnenwendfeier der Feuerwehr war die neue Anlage wichtiges Thema. Die Kritiker fürchten die Strahlung, die von dem Mast ausgehen und gesundheitsschädlich sein könnte. Dabei, ist sich Biermaier sicher, hätten auch andere Interessen an einem Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter gehabt. "Wer zuerst ist, bekommt ihn." Biermaier ist überzeugt, dass von dem Masten keine Strahlungsgefahr ausgeht.

Rechtlich ist den Mobilfunkmasten in Wohngebieten oder einem Dorf nicht beizukommen: Sie müssen nicht genehmigt werden, wie Gudula Weigl, Sprecherin der Stadt, mitteilte. "Unter zehn Metern Höhe sind die Masten genehmigungsfrei." Lediglich in der Altstadt muss der Aufsteller eine Erlaubnis nach den Denkmalschutzvorschriften einholen. Ansonsten gilt: Werden sich Mobilfunkanbieter und Hausbesitzer einig, darf der Mast aufgestellt werden.

hon

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