Jugendsozialarbeit: Positive Bilanz gezogen

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Die Jugendsozialarbeit in den sieben Mittelschulen des Landkreises schafft ein gutes Schulklima und sorgt dafür, dass die Schüler einen Ansprechpartner für Probleme und Sorgen haben.

Mühldorf - Die Jugendsozialarbeit an den sieben Mittelschulen im Landkreis hat das Vertrauen der Schüler mittlerweile gewonnen.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus dem Mühldorfer Anzeiger:

Positive Bilanz gezogen

Eine mehr als positive Bilanz haben Landrat Georg Huber und die Mitglieder des Jugend-Hilfeausschusses über die Jugendsozialarbeit an den sieben Mittelschulen des Landkreises in ihrer gestrigen Sitzung gezogen.

Seit dem Jahr 2006 gibt es an den sieben Mittelschulen des Landkreises Mühldorf die Jugendsozialarbeit. Sechs Sozialarbeiterinnen und ein Sozialarbeiter sind für die Sorgen und Nöte der Schüler vor Ort im Einsatz. Gestartet wurde das Projekt vor fünf Jahren an Franz-Liszt-Schule in Waldkraiburg. Jugendsozialarbeit gibt es an den Mittelschulen Dieselstraße, Waldkraiburg, Mühldorf, Neumarkt-St. Veit, Buchbach, Ampfing und in Haag.

Landrat Georg Huber und Elfriede Geisberger, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie, stellten den Präventionsgedanken dieser Einrichtung heraus. Huber forderte die Jugendsozialarbeit auch auf, die Grundschulen auszudehnen.

Über die tägliche Arbeit an der Mittelschule Mühldorf berichtete Jugendsozialarbeiterin Claudia Windbühler. "Wir erzeugen keine Schwellenangst mehr und die Schüler haben Vertrauen in uns", stellte sie heraus. Sie sprach die kleinen und großen Probleme an, mit denen die Schüler zu ihr kommen. Die Aufgaben reichen vom Schlichten eines Streits bis hin zu größeren Problemen. "Ich führe viele Einzelgespräche, bin aber auch an Projekten für ein besseres Miteinander beteiligt." Die Zusammenarbeit mit der Schule und der Schulleitung sei problemlos: "Bei uns läuft es wirklich gut."

Franz Grieser, Rektor der Mittelschule Ampfing, ist der Auffassung, dass die Jugendsozialarbeit bei vielen Kindern ein Ventil öffne. Er attestierte den Sozialarbeitern eine effektive Arbeit und begründete dies damit, dass immer mehr Schüler Unterstützung benötigen würden. "Wichtig ist für mich auch, dass der Elternbeirat diese Arbeit schätzengelernt hat", betonte der Rektor.

Für Schulrat Hans Wax steigert die Jugendsozialarbeit die Sozialkompetenz der Schüler, stärkt ihr Selbstbewusstsein und verhindert Aggressionen.

Auch Wax stellte den Präventionsgedanken heraus. "Wir müssen mit den Schülern anders umgehen, um starke Kinder zu bekommen", sagte der Schulrat. Er berichtete, dass in einer Mittelschule im Landkreis 160 Gespräche von der Jugendsozialarbeiterin geführt wurden. "Darin sieht man, dass die Kinder dahin gehen, wo sie Hilfe bekommen. Das Geld für diese Arbeit ist gut angelegt", ist sich Wax sicher.

Ursula Kamm, Leiterin des Projekts am Mühldorfer Landratsamt, ist die Frau, die die Jugendsozialarbeit begleitet. Sie versteht ihre Aufgabe als Koordinatorin und Ansprechpartnerin für die Jugendsozialarbeiter und die Schulen.

Elfriede Geisberger sieht Mühldorf im Vergleich mit anderen Landkreisen in diesem Themenbereich weit vorne. Dies habe ihr auch die Regierung von Oberbayern bestätigt.

Für die Jugendsozialarbeit gibt der Landkreis Mühldorf in diesem Jahr rund 65 000 Euro aus. Gut angelegtes Geld findet Landrat Georg Huber. "Wir müssen bei den Kindern beginnen und ihnen Halt und Stütze geben, wenn sie es vom Elternhaus her nicht mehr bekommen", erklärte der Landrat.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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