Die große Lösung

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Im Mai 2013 sollen die Baumaschinen anrücken, denn die Hirschbachbrücke ist sanierungsbedürftig.

Polling - Saniert werden soll die Pollinger Hirschbachbrücke. Das ist beschlossene Sache. In welchem Umfang allerdings, darüber waren sich die Gemeinderäte nun nicht ganz einig.

Saniert wird. Das steht fest. Und mit 9:4 Stimmen sprach sich der Pollinger Gemeinderat auch für die große Variante aus - inklusive Parkplatzpflasterung und Gehweg-Neuerstellung. Gerade letzterer Punkt wurde in der Sitzung heftig diskutiert.

Es geht um das Drittel der Brücke, an dem "am Aufbau eigentlich nichts fehlt", so Bürgermeister Hans Schmidbauer. Dort liegt seiner Meinung nach aber ein anderes Problem. Nach einer Ortsbesichtigung schlug er vor, den Gehweg zu sanieren - rund 5000 Euro brächte das an Mehrkosten. Auf 303000 Euro wird das komplette Brücken-Projekt insgesamt veranschlagt.

"Ich finde, wegen dem Betrag sollten wir nicht rumtun", sprach sich Wilhelm Skudlig (FW) für die Maßnahme aus. Da gab es allerdings Gremiumsmitglieder, die das anders sahen. "Für mich ist der Gehsteig nicht kaputt. Da gibt es andere Ecken, die schlimmer ausschauen", so Franz Unterforsthuber (UWG). Er appellierte daran, dass Geld zusammenzuhalten: "Irgendwann haben wir mal alle dafür gestimmt, dass wir sparen müssen."

Anderer Meinung war da Lorenz Kronberger (CSU): "Wenn wir das jetzt so lassen, erinnert es doch stark an einen Schildbürgerstreich." Und dieser Aussage schloss sich denn auch die Mehrheit an. Es wurde für die "große Maßnahme" gestimmt.

Die Gemeinde wird nun entsprechende Angebote einholen. Zuschüsse sollen übrigens auch fließen - etwa von der Regierung von Oberbayern.

bst/Mühldorfer Anzeiger

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