Nach der neuen Hiobsbotschaft aus dem Werk

Nestlé will sein Labor in Weiding schließen: Wie kann es weiter gehen?

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Weiding/Polling – Am Dienstag wurde die Belegschaft des Labors von Nestlé darüber informiert, dass der Standort zum 31.12.2018 geschlossen werden soll. 85 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Was es jetzt braucht sind Lösungen.

Stück um Stück hat sich der Nestlé-Konzern in den vergangen Jahren aus dem Werk in Weiding zurückgezogen. Die Bärenmarke ist aus dem Portfolio ebenso weg wie auch die Babynahrung von Alete. Was vor Ort übrig blieb war das Labor. Hochgradig qualifiziert soll es sein und effizient dazu. Es soll sogar Gewinne abwerfen. Diese Gewinne sind es offenbar, die dem Nestlé Konzern nicht genug zu sein scheinen, wie man aus gut unterrichteten Kreisen hört.

"In keiner Weise verständlich" (Georg Schneider)

Das Labor blieb erst einmal. Das ist es, was der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten besonders aufstößt. „Insbesondere auch deswegen, weil den Beschäftigten seit zwei Jahren erzählt wird, dass sie sich um ihren Arbeitsplatz keine Sorgen machen müssen", sagt Georg Schneider von der NGG. Man bereite sich auf harte Verhandlungen mit Nestlé vor, so Schneider am Mittwoch auf Nachfrage von innsalzach24.de. "In keiner Weise verständlich", sagt Schneider zum Verhalten von Nestlé in dieser Sache.

"Mangelnde wirtschaftliche Perpektive" 

Die Analysen von Lebensmitteln - darauf ist das Labor hochgradig spezialisiert - sollen einem Bericht der PNP zufolge künftig an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durchgeführt werden. Als Gründe für die geplante Schließung des Labors soll Nestlé eine mangelnde wirtschaftliche Perspektive genannt haben. Analysen sollen offenbar "besser in den inländischen Laborstandorten in unmittelbarer Werksnähe oder den bestehenden Laboren im europäischen Ausland durchgeführt werden können."

"Diese Laborräume sind top" (Günther Knoblauch)

Laut Georg Schneider war er schon einmal maßgeblich an der Rettung von Arbeitsplätzen im Bereich Nahrung, Genuss und Gaststätten in der Region beteiligt: der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch. Damals, als es darum ging, "die Kuh Hochwald-Schließung vom Eis zu nehmen". Auf Nachfrage von innsalzach24.de sagt Knoblauch, dass er auf diese kurze Zeit noch keine konkreten Pläne habe aber er habe schon deswegen telefoniert. "Diese Laborräume sind top", sagt er. Jetzt müsse man schauen, wie eine für alle Parteien tragbare Lösung aussehen könnte. 

 

Rubriklistenbild: © Raphael Weiß (Archiv)

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