Nach einem langen Arbeitskampf in Weiding

Alles in trockenen Tüchern: Warum sich MdL Knoblauch ganz besonders freut

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Jetzt wird gefeiert: Warum die "Hochwald"-Belegschaft nach einem langen Arbeitskampf warten musste
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Weiding/Polling – Für den Erhalt der rund 240 Arbeitsplätze bei Hochwald im Werk Weiding hatten sie gekämpft und dieses Ziel auch erreicht. Zuletzt fehlte nur noch eine wichtige Unterschrift.

Update am Freitag, 29. Juni 2018: MdL Günther Knoblauch ist begeistert

„Ich freue mich sehr, dass es durch unseren Einsatz gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft gelungen ist, diesen erfolgreichen Beitrag für die Situation der Beschäftigten zu leisten“, lässt der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch wissen. Ein besonderer Dank gelte auch der Almil AG – in der heutigen Zeit sei eine solche Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften nicht mehr alltäglich, so Knoblauch.

Ein Fest steht an. Alle Beteiligten wollen das Finale des Arbeitskampfes feiern. Ob Günther Knoblauch auch vorbei schauen wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. 

Vorbericht:

Georg Schneider von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Rosenheim-Oberbayern (NGG) ist zufrieden. Nicht nur die Arbeitsplätze sind gerettet. Jetzt ist auch die letzte wichtige Unterschrift getätigt worden, die nämlich unter dem Tarifvertrag mit der Almil AG.

Das Werk Weiding ist schon lange zerstückelt

Über die Jahrzehnte hat sich das Werk Weiding verändert. Das große Ganze gibt es schon lange nicht mehr. Es gibt verschiedene Unternehmen, betrieben von

verschiedenen Konzernen.

Das wurde aus den rund 240 Arbeitsplätzen bei Hochwald:

  • Die Almil AG hat die Milchannahme und einen großen Teil der Produktion übernommen. Das macht 120 Arbeitsplätze.
  • Den sogenannten Sprühturm betreibt Hochwald bis März 2021 weiter. Danach übernimmt ihn die Almil AG. Das macht 40 Arbeitsplätze, die gerettet werden konnten.
  • 10 Auszubildende bei Hochwald konnten anderweitig vermittelt werden.
  • 14 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben freiwillig das Angebot von Hochwald auf Abfindung angenommen.
  • Die verbleibenden rund 60 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in anderen Arbeitsverhältnissen untergekommen.

"Erst, wenn die Tinte trocken ist"

Alles schien in trockenen Tüchern zu sein. Es fehlte aber noch die Unterschrift unter dem Tarifvertrag für die Beschäftigten der Almil AG. "Die liegt jetzt vor", erklärt Georg Schneider von der NGG auf Nachfrage von innsalzach24.de. Es sei ein Grund zu feiern für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Ein Termin sei schon gefunden. 

Lesen Sie auch: So kam es zum schließlich erfolgreichen Ende des Arbeitskampfes

Hier ist ein Abriss der Ereignisse:

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