Noch ist der Kern etwas undurchsichtig

Almil AG + Hochwald: Bis 2021 scheint alles klar in Weiding

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Aus "hochwald - Werk Weiding" wird wohl Almil AG und hochwald - Werk Weiding"
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Weiding/Polling - Stichtag war der 31. März. Ersten Meldungen zufolge sollten dann rund 240 Beschäftigte im Hochwald-Werk ihren Job verlieren. Es ist anders gekommen, aber noch scheint der Kern der Sache etwas undurchsichtig zu sein.

"Erst, wenn die Tinte trocken ist", sagte Georg Schneider von der Gewerkschaft Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Mittwoch. Erst dann sei der Kampf um die ursprünglich rund 240 vom Verlust des Arbeitsplatzes im Hochwald-Werk Betroffenen gewonnen. Und erst dann seien die Erfolge der NGG mit Schützenhilfe von MdL Günther Knoblauch in trockenen Tüchern, so Schneider noch vor Ostern weiter.

Am Ostermontag vor dem Werk in Weiding, Gemeinde Polling

"Es war eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit."

Das sagte der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch noch im Januar auf Nachfrage von innsalzach24.de rückblickend zu den Verhandlungen mit der Almil AG. Eine Visitenkarte sei es gewesen, welche den Kontakt hergestellt hatte. Aus dem Kontakt wurde mehr und das Ergebnis liegt nun offenbar vor:

  • Hochwald wird den Sprüh-/Trockenturm bis 2021 weiter betreiben. Rund 40 der einst rund 240 Mitarbeiter bleiben also beim ursprünglichen Konzern. Grund: offenbar vertragliche Verpflichtungen von Hochwald.
  • Die Almil AG übernimmt die Milchannahme und einen großen Teil der Produktion und damit rund 120 Mitarbeiter. 
  • Rund 10 Auszubildende wurden vermittelt
  • 14 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben freiwillig das Angebot von Hochwald auf Abfindung angenommen
  • Die verbleibenden rund 60 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in anderen Arbeitsverhältnissen untergekommen.

Ihm sei es wichtig gewesen, hier tätig zu werden und keine Reden zu schwingen. Der Kontakt zu der Almil AG, die nun einen großen Teil der ehemaligen Hochwald-Beschäftigten übernimmt, sei über eine Visitenkarte entstanden, erklärte Günther Knoblauch damals.

Almil AG + Hochwald: Bis 2021 scheint alles klar in Weiding

"Erst, wenn die Tinte trocken ist"

Seit Wochen ist die Homepage der Almil AG nicht erreichbar. "Wir freuen uns, Ihnen hier demnächst die neue ALMIL-Webseite präsentieren zu dürfen", heißt es. Pollings Erster Bürgermeister Lorenz Kronberger - er hatte im März 2017 auch auf der Großdemo vor dem Werkstor gesprochen und bereits damals von interessierten Käufern für den Hochwald-Teil des Werks in Weiding berichtet, welches als Ortsteil zu Polling gehört. Seinen Aussagen aus der jüngeren Zeit zufolge ist Almil noch etwas undurchsichtig

Tinte trocken + neue Tafeln und Schilder und jeder kann es sehen

Es scheint jedenfalls geklappt zu haben: Alle der einst rund 240 Mitarbeiter scheinen versorgt zu sein. Ein damaliges Schreckgespenst hat sich offenbar in Luft aufgelöst. Fehlen eigentlich nur noch die neuen Tafeln und Schilder am Werk Weiding.

Am Ostermontag vor dem Werk Weiding: Noch gibt es keine Beschilderung der Almil AG

rw

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