Am Dienstag in Polling

Warnstreik bei Alete im Werk Weiding: Das steckt dahinter

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Weiding/Donauwörth - Mit zwei Warnstreiks, bei Alete Kindernahrung im Werk Weiding und bei Mondelez in Donauwörth, startet die bayernweite „Aktionswoche Nährmittelindustrie“ der Gewerkschaft NGG.

Update am Mittwoch um 17.00 Uhr: 

"Es geht um eine Festgeldforderung", so Manuel Halbmeier von der NGG Oberbayern am Mittwoch auf Nachfrage von innsalzach24.de. Eine Festgeldforderung also für die Beschäftigten bei Alete: damit die Schere zwischen hohen und niederigen Einkommen nicht zu weit auseinander gehe, so Halbmeier weiter. 

Was heißt das? Von einer prozentualen Lohnerhöhung profitieren die hohen Entgeltgruppen mehr als die niedrigen. Klar: 2 Prozent von 2.000 Euro sind mehr als 2 Prozent von 1.000 Euro (beispielhaft und vereinfacht gesprochen).

Wenn es eine Festgelderhöhung gibt, profitieren auch die unteren Entgeltgruppen mehr. Am Freitag gehen die Verhandlungen in die nächste Runde

Lohnerhöhung gefordert: Warnstreik bei Alete im Werk Weiding

Update um 16.15 Uhr: Das sagt die NGG Oberbayern

Auf Nachfrage von innsalzach24.de berichtet Georg Schneider von der NGG Oberbayern, dass der Streik am Dienstag vor dem Werk Weiding, in welchem auch Alete beheimatet ist, ein deutliches Zeichen an die Arbeitgeber gewesen sei. Dem Aufruf dazu sei man dort zu 100 Prozent nachgekommen. Besonders freue er sich über den Schulterschluss der Kolleginnen und Kollegen von Alete mit denen vom Nestlé Labor. Dort stehen 80 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Weitere Informationen folgen

Vorbericht:

Die Gewerkschaft NGG fordert 160 Euro für alle - jetzt gibt es Warnstreiks und Aktionen. „Damit zeigen wir vor der anstehenden zweiten Verhandlungsrunde am 13. Juli, dass wir es ernst meinen mit unserer Forderung,“ erklärt Johannes Specht, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Die NGG fordert für die 8.000 Beschäftigten der Branche eine Lohnerhöhung von einheitlich 160 Euro. Auszubildende sollen 80 Euro mehr bekommen. 

In der ersten Verhandlungsrunde am 15. Juni habe es kein Entgegenkommen der Arbeitgeberseite und kein Angebot gegeben. Specht: „Der Branche geht es gut, hier wird hart und auf hohem Niveau gearbeitet. Unsere Warnstreiks und betrieblichen Aktionen sind nur ein kleiner Warnschuss vor der Verhandlung am Freitag. Gibt es dann keine Bewegung und kein Angebot, legen wir kräftig nach.“ 

Pressemeldung Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

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