Hochwald-Werk in Weiding macht dicht

"Mitarbeiter und Bauern sollen Fehlentscheidung ausbaden!"

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Weiding/Polling - Das Hochwald-Werk in Weiding mit 200 Beschäftigten soll zum 31.03.18 geschlossen werden. Bereits jetzt gibt es erste Reaktionen auf diese Meldung:

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Das Hochwald-Werk in Weiding bei Mühldorf soll offenbar geschlossen werden. Diese Meldung wurde am Dienstag öffentlich. Die Reaktion der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in der Region Rosenheim-Oberbayern fällt sehr deutlich aus:

"Wie ein Paukenschlag traf die Mitteilung der Geschäftsleitung die Belegschaft des Hochwald-Werkes Weiding, dass das Werk wegen angeblicher Unwirtschaftlichkeit zum 31.03.2018 geschlossen werden soll.

Gewerkschaft NGG und Betriebsrat erschüttert diese Mitteilung umso mehr, weil erst vor ein paar Wochen der Arbeitgeber vor Gericht beteuert hat, es bedarf keiner Sozialplanverhandlungen. Auch deswegen, weil die Produkte aus Weiding besonders wegen ihrer Qualität bei den Kunden sehr beliebt sind.

NGG und Betriebsrat sind der Überzeugung, dass Hochwald-Werk Weiding kann wirtschaftlich produzieren und darf nicht geschlossen werden. Selbstverständlich wird NGG und Betriebsrat in abgestimmten Aktionen die Interessen der Belegschaft intensiv wahrnehmen.

Es stehen 200 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Diese werden wir nicht kampflos aufgeben."

Auch MdB Mayer findet klare Worte

Auch MdB Stephan Mayer kritisiert das Vorgehen der Firma massiv. Sein Statement im Wortlaut:

"Die Firma Hochwald hat den Standort Weiding im wahrsten Sinne heruntergewirtschaftet, in dem sie seit Jahren nicht mehr in den Standort investiert hat. Dies ist eine schwere unternehmerische Fehlentscheidung, die nun Mitarbeiter/innen und Bauern ausbaden sollen. Dafür habe ich kein Verständnis.

Schließlich geht es um 230 Arbeitnehmer/innen mit ihren Familien und um die ortsnahe Molkerei für unsere Bauern. Ich habe mich an die Staatsministerin für Wirtschaft Ilse Aigner gewandt und die Staatsregierung aufgefordert, im Sinne aller Betroffenen sofort aktiv zu werden. Die Firma Hochwald ist aufgefordert, sich an den Lösungen zu beteiligen. Als Heimatabgeordneter werde ich mich bei allen Anstrengungen für neue Perspektiven des Standortes mit all meiner Kraft engagieren. Sollten keine neuen Investoren gefunden werden, dann ist die Firma Hochwald aufgerufen, für eine möglichst sozialverträgliche Lösung zu sorgen."

anh

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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