Starkbierfest in Polling

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"I bin da Karle und do bin i dahoam", Karl Heinz Neumeier in seiner Paraderolle als Barnabas mit Vorstand Martin Herrmann.

Polling - Starkbierzeit ist Neumeier-Zeit. Was viele mit Spannung erwartet wurde vom Protagonisten wieder einmal mehr als erfüllt. Bis auf den letzten Platz war die Gaststätte belegt.

Polling - Die Verantwortlichen des TSV 66 Polling hatten wieder einmal ein Programm auf die Beine gestellt, das sich keiner entgehen lassen wollte. Zum Aufwärmen gab es gleich einen Nagelwettkampf "Mann gegen Frau", der für die Männer unter erschwerten Bedingungen stattfand: Hatten die Frauen noch einen ordentlichen Hammer, so musste sich das starke Geschlecht mit einem an einen Stiel geschweißten Stück Rohr zurechtfinden. Eine Aufgabe die auch Bürgermeister Schmidbauer überforderte und, wie auch bei einigen anderen, nach dem 15. Versuch und einem krumm geschlagenen Nagel vom Moderator Franz Eichberger abgebrochen wurde.

Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt bereits prächtig und wurde von den Mondscheinbrüdern mit der passenden Musik noch zusätzlich angeheizt.

Bürgermeister Schmidbauer "trazt" das Nageln mit dem Rohrhammer gewaltig.

Gegen 21.30 Uhr trat Bruder Barnabas stilgerecht in seine braune Kutte gekleidet an sein Rednerpult, schlug sein 30. Manuskript auf und stellte 45 Minuten lang unter Beweis, dass er sich durchaus mit den berühmten Größen dieser Zunft messen kann (siehe Artikel rechts). Ob Griechenland mit seiner Schuldenkrise, die Wulff-Geschichten oder auch die so beliebten Anekdoten aus der Landkreis- und Kommunalpolitik - es wurde niemand ausgelassen. Wobei natürlich das "Derblecken" der örtlichen Politiker, allen voran Bürgermeister Schmidbauer und seinem "Kronprinz" Lorenz Kronberger sowie anderer im öffentlichen Leben stehenden Personen das Sahnehäubchen auf seiner Predigt war. Lediglich unterbrochen vom Szenenapplaus und seinen selbstauferlegten Trinkpausen, lief Neumeier zur Hochform auf.

Am Ende seines Auftritts wurde er von Vorstand Martin Herrmann noch einmal in die Mitte gebeten und mit einem Sonderapplaus des Publikums gefeiert. Auf die Ankündigung des Vorstands, das heute gedrehte Video mal nach München auf den Nockherberg zu schicken, um eventuell einen Karrieresprung einzuleiten, antwortete Neumeier wie aus der Pistole geschossen: "I bin da Karle und do bin i dahoam", wofür er von den Besuchern erneut tosenden Beifall erhielt.

Bis spät in die Nacht wurde weiter gefeiert und die Pollinger bewiesen, dass man eben doch eine Gemeinschaft bildet und es durchaus wert ist, für sie etwas auf die Beine zu stellen.

wag/Mühldorfer-Anzeiger

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