230 Mitarbeiter betroffen

Hochwald schließt Standort in Weiding

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Ausbildungsleiter Philipp Hempel (rechts) überreicht Andreas Bauernfeind und Simon Gretzinger (3. u. 4. von rechts) die neuen Verträge. Mit dabei: die Eltern der Azubis. Sie sind übernommen worden, bevor das Werk in Hochwald-Weiding schließt.

Polling/Weiding - Nachdem die Firma Hochwald ihr Werk in Weiding schließt, ist die Zukunft der 230 Mitarbeiter ungewiss.

Update, Freitag, 11.10 Uhr

Die Hochwald Foods GmbH beendet die Produktion am bayerischen Standort Weiding. Es ist geplant, den Standort zum 31. März 2018 zu schließen.

Damit setzt das genossenschaftlich strukturierte Unternehmen den Fokus auf die Verarbeitung von Genossenschaftsmilch, steigert seine Effizienz in der Produktion und optimiert unter anderem Logistikwege.

Von der Werksschließung sind rund 230 Mitarbeiter betroffen. "Dieser Beschluss gehört zu den schwersten in der Geschichte von Hochwald", sagt Detlef Latka, Chief Executive Officer der Hochwald Foods GmbH. "Wir haben vor der Entscheidung alle Möglichkeiten gründlich geprüft."

Am Freitag wurden die Mitarbeiter über die Entscheidung persönlich informiert. Latka: "Wir möchten zügig in die Verhandlungen zu einem Interessensausgleich und Sozialplan einsteigen."

"Teile der Produktion werden an andere Standorte der Hochwald-Gruppe verlagert", erklärt Karl Eismann, Chief Operating Officer. "Wir konzentrieren uns auf unsere Produktionsstätten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und dem niederländischen Bolsward."

Die bestehenden vertraglichen Verpflichtungen mit Zulieferern und Lieferanten wird Hochwald erfüllen.

Pressemitteilung der Hochwald Foods GmbH

Vorbericht

Darunter befinden sich auch Auszubildende, deren Lehrzeit noch nicht beendet. Die Südostbayernbahn (SOB) übernimmt nun zwei dieser Azubis zum 1. September.  Andreas Bauernfeind und Simon Gretzinger sind 17 Jahre alt und kommen beide aus Töging. Sie setzen ihre Ausbildung als „Industriemechaniker“ im dritten Ausbildungsjahr im Betriebswerk der SOB in Mühldorf fort.

„Wir ermöglichen den beiden jungen Männern nicht nur eine reibungslose Weiterführung ihrer Ausbildung, sondern bieten ihnen auch einen heimatnahmen und zukunftssicheren Arbeitsplatz“, sagte Philipp Hempel, Ausbildungsleiter bei der SOB.

Noch freie Ausbildungsstellen zu haben

Insgesamt bietet die Deutsche Bahn in Bayern rund 600 Azubis zum Stichtag 1. September eine Ausbildung an. Insbesondere in den Ausbildungsberufen Lokführer und Fahrdienstleiter sind noch einzelne Azubi-Stellen frei.

Pressemitteilung Deutsche Bahn AG Bayern

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