Einsparungen am Maximum

Neubau der Krippe in Polling: "Zeit zu handeln"

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Polling – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Kostenberechnung für den Neubau einer Krippe genehmigt sowie die Eingabeplanung beauftragt. Der derzeitiger Kostenpunkt beläuft sich auf 1.269.000 Euro.

„Wir kommen nicht gravierend runter“, so Bürgermeister Lorenz Kronberger (CSU). Gemeint sind damit die Kosten für den Neubau einer Krippe. Der Gemeinderat hatte zuletzt über mögliche Einsparungen gesprochen, die in der Sitzung vom Dienstag, 18. Juni, nun dem Gremium final vorgestellt wurden. Knapp 97.000 Euro konnten eingespart werden und damit den Preis auf 1.269.000 Euro drücken.

Den Großteil dieser Einsparungen betrifft dabeidie Baukonstruktion, Elektroanlage und die Spielplatzgeräte. Die Kostenberechnung sei laut Kronberger so realistisch wie möglich. „Wir haben schon immer so hoch kalkuliert. Wir haben viel darüber gesprochen, doch jetzt ist es an der Zeit zu handeln.“

Höhere Kosten durch Absicherungen

„Bei uns werden fast alle Eventualitäten berücksichtigt“ begründet Kronberger die hohen Kosten. Das seiein Standard beim öffentlichen Bau, um sich abzusichern. Es müsse viel sorgfältiger gearbeitet werden, als bei einem privaten Bauvorhaben. Als Beispiel diene die Untergrunduntersuchung. Zwar könne man die Berechnung knapper kalkulieren, doch dann sei das Risiko viel größer, dass es letztendlich doch teurer wird.

Damit sind die Kostenfast doppelt so hoch wie von den Initiatoren des Bürgerwillens kalkuliert. Dennoch scheint es so, als würden die Bürger endlich ihr Begehren erfüllt bekommen. Der Gemeinderat hat mit drei Gegenstimmen die Kostenrechnung genehmigt und nun das Archtekturbüro Michael Brodmann aus Neuötting damit beauftragt, die Eingabeplanung durchzuführen.

Bürgerbegehren vor über einem Jahr

Im April 2018 hatten 65,47 Prozent für einen Neubau der Krippe mit Standort in Polling abgestimmt. Seitdem wurde viel diskutiert und die kalkulierten Kosten stiegen stetig. Nun wurde aber offenbar ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Bürgerbegehrens umgesetzt.

Zudem verkündete der Bürgermeister auch, dass ein Anliegen aus der Bürgerversammlung geklärt werden konnte. So wurde Kronberger auf Nachfrage bestätigt, dass eine Mühldorfer Schule in der kommenden Schulzeit Kinder aus Polling aufnehmen könnte.

jz

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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